
Nadia Battocletti war nicht zu schlagen. © ANSA / ADAM VAUGHAN
Und wieder glänzen Battocletti und Tamberi
Die Trentinerin Nadia Battocletti bleibt Europas beste Langstreckenläuferin. Bei der Europameisterschaft in Birmingham (England) holte sie im zweiten Rennen ihre zweite Goldmedaille. Auch Hochspringer Gianmarco Tamberi erlebte die nächste Sternstunde.
14. August 2026
Von: leo
Vor zwei Jahren gewann Nadia Battocletti bei der EM in Rom sowohl über 5.000 Meter als auch über 10.000 m Gold. Diesen Doppelsieg wiederholte die 26-Jährige nun in Birmingham. Am Freitagabend war die Athletin aus Cavareno über die längere der beiden Distanzen eine Klasse für sich.
Battocletti setzte sich in einer Zeit von 31:41,17 Minuten vor der Niederländerin Maureen Koster und der Belgierin Jana van Lent durch. Die Britin Megan Keith hatte versucht, Battocletti mit einem hohen Anfangstempo unter Druck zu setzen. Die Favoritin folgte dem Spitzentrio jedoch problemlos und zündete rund 200 Meter vor dem Ziel dann in unnachahmlicher Manier den Turbo. Letztendlich betrug ihr Vorsprung auf Koster über vier Sekunden.
Unaufhaltsam in Richtung Ziel: Nadia Battocletti © ANSA / TOLGA AKMEN
„Es ist ein wunderschöner Tag“, sagte sie nach dem Rennen. „Ich wusste, dass es heute ein hartes Rennen wird. Eigentlich wollte ich eine Aktion starten, doch meine Mitstreiterinnen sind mir zuvorgekommen. Das hat mich beflügelt. Vielleicht realisiere ich gar nicht, auf welchem Niveau ich mich befinde. Vielleicht müsste ich ein bisschen mehr daran glauben, wie stark ich tatsächlich bin“, erklärte Battocletti bodenständig.
Tamberis große Show
Den zweiten Höhepunkt des Abends lieferte der unglaubliche Gianmarco Tamberi, der einmal mehr seine ganz große Show abzog und sensationell Gold gewann. Der 34-jährige Olympiasieger von 2021 und Weltmeister von 2023, der im Saisonverlauf nur eine Bestleistung von 2,23 Meter vorweisen konnte, beging bei 2,18 Meter einen Fehler, steigerte sich aber kontinuierlich und forderte dann Oleh Doroshchuk zum Kopf-an-Kopf-Rennen heraus. Während der Ukrainer an der 2,32-Meter-Marke scheiterte, überflog Tamberi sie. Danach gab es beim Exzentriker kein Halten mehr.Gianmarco Tamberi gewann Gold. © APA/afp / BEN STANSALL
Abgerundet wurde das starke Ergebnis der Azzurri durch Matteo Siolis Bronzemedaille. Ein Wermutstropfen blieb jedoch, weil er nach seinem ersten Versuch an der 2,30-Meter-Marke verletzt ausstieg. Über den dritten Platz freute sich über 200 Meter auch Sprinter Fausto Desalu. Den Sieg schnappte sich der Deutsche Owen Ansah.
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