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Das Strafverfahren gegen Alex Schwazer wurde eingestellt. © DLife

„Urinprobe verändert“: Schwazer wurde betrogen

Das Gericht in Bozen hat das Strafverfahren gegen Alex Schwazer eingestellt und gleichzeitig schwere Vorwürfe gegen den Internationalen Leichtathletikverband (IAAF) und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) erhoben.

Schwazer musste sich vor Gericht wegen einer umstrittenen Urinprobe, die er am 1. Januar 2016 abgegeben hatte, verantworten. In dieser Probe war ein erhöhter Wert von synthetischem Testosteron festgestellt worden – der Geher aus Kalch war de facto gedopt. Schwazer beteuerte jedoch seine Unschuld und bekräftigte immer wieder, Opfer eines Komplotts geworden zu sein. Nun gab Richter Walter Pelino dem Wipptaler recht und stellte das Verfahren gegen ihn ein.


Pelino kam zum Entschluss, dass Schwazers Urinprobe bewusst verändert worden sei, um diese positiv ausfallen zu lassen. Zudem wirft der Richter der IAAF und der WADA eine „undurchsichtige“ Vorgangsweise bei der Analyse der Probe vor. Demnach hätte die Probe im Labor in Köln oder bei der Zwischenlagerung in Stuttgart manipuliert worden sein können.

Nach der Einstellung des Verfahrens darf Schwazer nun auf die Aufhebhung seiner 8-jährigen Dopingsperre hoffen. Darüber wird allerdings nicht in Südtirol, sondern am Sitz des Internationalen Sportgerichthofs in Lausanne entschieden.

Autor: sn

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