
Cyréna Samba-Mayela könnte gesperrt werden. © AFP / ANDY BUCHANAN
Verpasste Kontrollen: Einer Olympia-Heldin droht Sperre
Der französischen Olympia-Zweiten Cyréna Samba-Mayela droht wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen eine Sperre von bis zu zwei Jahren.
18. August 2026
Von: dpa
Wie die französische Sportzeitung L'Équipe berichtet, soll die 25 Jahre alte Leichtathletin innerhalb von zwölf Monaten dreimal gegen ihre Meldepflichten verstoßen haben. Werden drei Meldepflicht- oder Kontrollversäumnisse innerhalb von zwölf Monaten festgestellt, liegt nach den Anti-Doping-Regeln ein Verstoß vor.
Die Hürdensprinterin Samba-Mayela ist nach Angaben von L'Équipe bislang nicht gesperrt. Die unabhängige Integritätskommission des Leichtathletik-Weltverbandes (AIU) habe die Französin aufgefordert, die mutmaßlichen Verstöße zu erklären.
Gefeierter Frankreich-Star bei Olympia
Dem Bericht zufolge wurden Samba-Mayela und der französische Leichtathletik-Verband über eine mögliche Sperre informiert. Die Athletin und ihr Umfeld müssten nun entscheiden, ob sie versuchen, mindestens einen der Verstöße anzufechten, oder eine mögliche Sanktion akzeptieren. Weder Samba-Mayela noch der französische Verband äußerten sich demnach auf Anfrage. Die AIU kommentierte den Fall zunächst nicht.Cyréna Samba-Mayela gewann bei Olympia Silber. © AFP / MARTIN BERNETTI
Bei einer längeren Sperre könnte für Samba-Mayela auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles in Gefahr geraten. Die Spiele beginnen am 14. Juli 2028.
Samba-Mayela hatte bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris über 100 Meter Hürden Silber gewonnen und damit die einzige Leichtathletik-Medaille für Gastgeber Frankreich geholt. Im selben Jahr wurde sie in Rom Europameisterin. Bei der EM in Birmingham fehlte die Titelverteidigerin zuletzt wegen Wadenproblemen.
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