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Silvia Weissteiner Christian Obrist

Weissteiner und Obrist beziehen zu Vorwürfen Stellung

Im Zuge der Ermittlungen im Dopingfall Alex Schwazer treten nun plötzlich auch die Namen von Silvia Weissteiner und Christian Obrist zum Vorschein. Die beiden Südtiroler Leichtathletik-Asse sollen zu einer ganzen Reihe an Athleten zählen, die in Vergangenheit die Mitteilung des Aufenthaltsortes für Dopingkontrollen nicht ordnungsgemäß durchgeführt haben.

Seit einiger Zeit gehen die Wogen in der italienischen Leichtathletikszene hoch. Ausgelöst von den Ermittlungen in der „Causa Schwazer“ rücken nun immer mehr Athleten in den Fokus der Dopingfahnder. Angeblich soll es eine Liste von 38 Sportlern geben, die ihren Aufenthaltsort nicht den Dopingbehörden mitgeteilt haben und somit womöglich einer Kontrollen aus dem Weg gegangen sind. Zu ihnen zählen auch die beiden Olympiateilnehmer von 2008 Silvia Weissteiner und Christian Obrist.


Weissteiner: „Aus den Medien davon erfahren“

Nachdem bereits der Präsident des Südtiroler Leichtathletikverbands, Bruno Cappello, mit einer öffentlichen Stellungnahme schützend die Hand über die beiden Athleten hält (hier mehr dazu), melden sich nun Weissteiner und Obrist selbst zu Wort. „Ich habe lediglich aus den Medien von den Vorwürfen erfahren. In all den Jahren habe ich keine Hinweise bekommen, geschweige denn Verwarnungen“, erklärt Weissteiner. Die 35-Jährige aus Gasteig spricht von einem bürokratischen Fehler: „Ich weiß wirklich nicht, was da schief gelaufen ist. Vielleicht haben ich und der Verband, der in der Regel die Mitteilungen versendet hat, die ganze Sache einfach zu locker genommen und die Formulare nicht ordnungsgemäß versendet. Deshalb kann aber noch lange nicht von einem Dopingvergehen die Rede sein, zumal wir regelmäßig und regulär getestet wurden. Ich hoffe, es kommt schnell Licht in die ganze Sache.“


Obrist: „Keinen Dopingtest ausgelassen“

Ähnlich schildert Mittelstreckenläufer Christian Obrist die Situation. „Meine Aufenthaltsorte waren stets mein Zuhause in Brixen oder die Kaserne meiner Sportgruppe. Die Meldungen wurden deshalb routinemäßig verschickt. Es könnte höchstens sein, dass die Dokumentation unmittelbar nach meiner Leisten-OP lückenhaft war, als ich längste Zeit außer Gefecht war.“ Doch selbst das kann sich der 33-jährige Routinier kaum vorstellen: „In all der Zeit habe ich keinen einzigen Dopingtest ausgelassen, noch war ich bei einer Kontrolle nicht anzufinden. Deshalb finde ich es auch nicht richtig, dass wir in einem Atemzug mit überführten Dopingsündern wie Alex Schwazer erwähnt werden.“

Autor: sportnews

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