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Holte am Samstag Silber: Simon Zandarco. © FIDAL Grana

Zandarco gewinnt Silber, Pircher Bronze

Am zweiten Wettkampftag der Leichtathletik-Italienmeisterschaft in Rovereto holten sich der Gargazoner Simon Zandarco und Linda Maria Pircher aus Burgstall Silber bzw. Bronze im Zehn- und Siebenkampf.

Die beiden Aushängeschilder vom SV Lana zeigten, dass sie zu den stärksten Mehrkämpfern Italiens zählen. Am Samstag stellten die Schützlinge von Gertrud Bacher ihr Talent unter Beweis. Zandarco zeigte bei den Titelkämpfen im Quercia-Stadion eine Wahnsinnsleistung. Seine Bestmarke im Zehnkampf lag bei 6.167 Punkten, die er im Vorjahr in Grosseto aufgestellt hat.


Zandarco knackte seinen bisherigen Rekord gleich um 545 Punkte. Mit 6.712 Zählern platzierte sich der 22-jährige Gargazoner auf dem ausgezeichneten zweiten Rang. Für Zandarco war es die erste Medaille überhaupt bei einer Leichtathletik-Italienmeisterschaft. Neuer Italienmeister ist Lorenzo Modugno aus Triest, der sich mit 7.303 Punkten klar durchsetzen konnte. Rang 3 ging an Andrea Cerrato (6.548).

Kurz zuvor stieg schon Zandarcos Teamkollegin Linda Maria Pircher im Siebenkampf der Damen aufs Podest. Die 19-Jährige aus Burgstall belegte mit 5.119 Punkten den starken dritten Rang. Auch Pircher verbesserte ihre bisherige Bestmarke um stolze 289 Zähler und knackte somit erstmals die 5000er-Marke. Nur einen Punkt hinter Pircher reihte sich Giulia Riccardi auf Rang 4 ein, den Sieg schnappte sich Topfavoritin Marta Giovannini (5.496) aus Livorno, vor Eleonora Ferrero (5.197). Ein unglaubliches Wochenende für die beiden Südtiroler Mehrkämpfer.

Nardelli verpasst Podest
Knapp am Podest vorbeigeschrammt ist Petra Nardelli im 400-m-Finale. Die Eggerin, für die noch das Olympiaticket in Tokio auf dem Spiel steht (sie hat gute Chancen auf die 4x400-m-Staffel), qualifizierte sich gestern im Vorlauf mit der zweitschnellsten Zeit von 53.48 Sekunden fürs Finale. Heute steigerte sich Nardelli noch einmal um 25 Hundertstel. Am Ende reicht es in 53.23 Sekunden (vier Hundertstel fehlten zur Bestzeit) zu Rang 5, für die Bronzemedaille von Raphaela Lukudo fehlten jedoch 28 Hundertstel. Der Sieg ging an Alice Mangione in 52.09 Sekunden, vor Maria Chigbolu (52.90).

In die Top Ten schafften es auch der Bozner Stabhochspringer Nicolò Fusaro (7. mit 4.90 m), Weitspringerin Anna Menz aus Marling (10. mit 5.84 m), 800-m-Läufer Abdessalam Machmach (9. in 1:48.98 Minuten) und Geher Leonardo Dei Tos (7. über 10 km) vom Athletic Club 96 Bozen. Die 4x100-m-Herrenstaffel des Bozner Vereins belegte den guten sechsten Rang.
Am Sonntag folgen Cavalleri, Kofler und Pattis
Außerdem qualifizierte sich 400-m-Hürdenspezialistin Valentina Cavalleri aus Innichen mit der drittbesten Zeit für das Finale, das morgen um 19.35 Uhr stattfindet. Neben der Pustererin, die auch mit der 4x400-m-Staffel des Heeressportgruppe zu den Topfavoritinnen zählt, ruhen die Südtiroler Hoffnungen morgen auch auf Stabhochsprung-Ass Nathalie Kofler aus Lana und der Tierser 3000-m-Hindernisläuferin Katja Pattis.


Die Ergebnisse der Südtiroler bei der Italienmeisterschaft in Rovereto

Herren
400m: 22. Robert Grant (Athletic Club 96 Bozen) 48.37
800m: 9. Abdessalam Machmach (Athletic Club 96 Bozen) 1:48.98
5000m: 20. Edoardo Melloni (Athletic Club 96 Bozen) 14:28.62
Gehen 10km: 7. Leonardo Dei Tos (Athletic Club 96 Bozen) 41.02
Stab: 7. Nicolò Fusaro (Athletic Club 96 Bozen) 4.90
Speer: 9. Gianluca Tamberi (Athletic Club 96 Bozen) 67.16
Zehnkampf: 2. Simon Zandarco (SV Lana) 6712
Staffel 4x100m: 6. Athletic Club 96 Bozen (Antonio Infantino, Jacques Riparelli, Alessandro Monte, Kevin Giacomelli) 41.00

Damen
400m: 5. Petra Nardelli (Südtirol Team Club) 53.23
400m: 20. Federica Cavalli (Südtirol Team Club) 55.65
400m Hürden: Valentina Cavalleri (CS Esercito) 58.23 - mit dritter Zeit im Finale
400m Hürden: 12. Caren Agreiter (SSV Bruneck) 1:00.84
400m Hürden: 29. Isabel Vikoler (SG Eisacktal) 1:03.54
Weit: 10. Anna Menz (Atletica Firenze) 5.84
Siebenkampf: 3. Linda Maria Pircher (SV Lana) 5119
Staffel 4x100m: 17. Südtirol Team Club (Isabel Eccli, Milla Möseneder, Sarah Fischnaller, Federica Cavalli) 47.71

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