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Kimi Antonelli  triumphierte auch in den USA. © APA / CLIVE ROSE

5 Formel 1

Kimi Antonelli triumphierte auch in den USA. © APA / CLIVE ROSE

Antonelli siegt, ist aber noch nicht Weltmeister

Kimi Antonelli hat mit einem weltmeisterlichen Sieg beim Großen Preis der USA alles für seine vorzeitige Krönung gemacht – verhindert wurde sie vor allem auch durch seinen Mercedes-Teamkollegen George Russell.

Antonelli lieferte auf dem Circuit of The Americas im Mercedes eine weitere beeindruckende Kostprobe seines Könnens und feierte von der Pole aus bereits seinen neunten Saisonsieg in der Formel 1.


Dass es mit dem Titel in Austin als jüngster Champion der Motorsport-Königsklasse noch nicht klappte, lag am achten Platz von Russell. Der Brite hätte nicht über Rang neun hinauskommen dürfen. Zudem schaffte es Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari auf Platz vier – er hätte nur Fünfter werden dürfen, um die Titelvergabe an den 20 Jahre alten Antonelli nicht zu verhindern.

Platz neun in Mexiko reicht

Mit 365 Punkten hat Antonelli nun aber 123 Punkte mehr als Russell. Damit reicht Antonelli schon am kommenden Sonntag in Mexiko-Stadt der neunte Platz, um sich mit 20 Jahren und 68 Tagen zum jüngsten Weltmeister der Geschichte zu krönen. Er würde dann Sebastian Vettel ablösen, der 2010 beim ersten seiner insgesamt vier WM-Titel 23 Jahre alt gewesen war.

Zweiter in Austin wurde Charles Leclerc im Ferrari vor Max Verstappen im Red Bull. Ein wenig angespannt wirkte Antonelli schon vor dem Start. Erst zur vergangenen Saison stieg er in die Formel 1 ein. Das erste Jahr lief nicht wie erhofft. Aber der junge Italiener erwies sich als Turbo-Lerner, Teamchef Toto Wolff verglich ihn schon mit einem KI-Agenten.

Kimi Antonelli triumphierte in den USA. © APA / RUDY CAREZZEVOLI

Kimi Antonelli triumphierte in den USA. © APA / RUDY CAREZZEVOLI


Als Minuten vor dem Erlöschen der Roten Ampeln die amerikanische Hymne für Gänsehaut-Atmosphäre auf dem Circuit of The Americas sorgte, blickte Antonelli angespannt und kurz auf den Boden. Die silberne Kühlweste war vermutlich in dem Moment das Coolste beim Italiener.

Seit über 70 Jahren wartet seine Heimat auf den nächsten Formel-1-Weltmeister. 1953 hatte es Alberto Ascari geschafft. Lobeshymnen begleiten Antonelli in diesem Jahr, wann und wo er auch fährt. Acht Siege bis Austin und 102 Punkte mehr als sein Teamkollege Russell, 111 mehr als Hamilton, dessen Cockpit Antonelli zur Saison 2025 übernommen hatte.

Das Ergebnis

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