5 Formel 1

Hat sich Red Bull den WM-Titel von Max Verstappen mit unsauberen Mitteln erkämpft? © APA/afp / KENZO TRIBOUILLARD

Betrügerei bei Red Bull? „Ein ernstes Thema“

Red Bull soll neben einem weiteren Team einem Medienbericht zufolge in der vergangenen Formel-1-Saison die vorgeschriebene Kostengrenze überschritten haben. Hier gibt es die Reaktionen darauf.

Wie das Fachmagazin Auto, Motor und Sport am Freitag berichtet, sei dies das Ergebnis einer Überprüfung des Motorsport-Weltverbandes FIA. Laut Bericht ist der zweite Rennstall Aston Martin. Ein Team soll das Budget sogar sehr deutlich überschritten haben, wie das Magazin berichtete.


In der kommenden Woche soll die FIA die Ergebnisse der Überprüfung öffentlich machen. „Die FIA schließt derzeit die Bewertung der von allen Formel-1-Teams eingereichten Finanzdaten für 2021 ab“, sagte ein FIA-Sprecher vor dem Großen Preis in Singapur. Angebliche Verstöße gegen die Finanzvorschriften würden „gegebenenfalls gemäß dem in den Vorschriften festgelegten formellen Verfahren behandelt“, hieß es.

„Wir haben keinerlei Bedenken, dass irgendetwas Gravierendes passieren könnte.“ Red-Bull-Konsulent Helmut Marko

Unbestätigten Informationen zufolge soll Red Bull rund 5 Millionen US-Dollar über der Grenze gewesen sein. „Das ist ein laufendes Verfahren. Wir kriegen jetzt die Einzelheiten“, bestätigte Red-Bull-Konsulent Helmut Marko am Freitag im ORF-Fernsehen Gespräche mit der FIA. „Wir haben keinerlei Bedenken, dass irgendetwas Gravierendes passieren könnte.“

Kein klarer Strafenkatalog

Die Ausgabengrenze der Formel 1 betrug in der Vorsaison 148,6 Millionen US-Dollar. Ziel ist es auch, mit der Deckelung gleiche Voraussetzungen für alle Teams zu schaffen. Das Überschreiten der Kostengrenze ist ein Regelbruch, für den es keinen klar definierten Strafenkatalog gibt.

Überschreitungen von bis zu fünf Millionen Dollar gelten laut Reglement als „kleinere Regelverletzung“ und könnten möglicherweise nur mit einer Geldstrafe geahndet werden. Bei schwereren Vergehen sind laut Auto, Motor und Sport härtere Strafen bis hin zu einem nachträglichen Punkteabzug denkbar.
„Ich glaube deshalb schon, dass etwas passieren wird“ Mercedes-Teamchef Toto Wolff

„Fünf Millionen in der Grauzone, das ist ein ernstes Thema“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff in Singapur ebenfalls im ORF. Er sei überzeugt, dass es ein Verfahren geben werde, rechne aber nicht mit einer rückwirkenden Auswirkung, so der Österreicher. Wolff machte aber darauf aufmerksam, dass eine Budget-Überschreitung nicht nur einen einjährigen Vorteil ergebe. „Ich glaube deshalb schon, dass etwas passieren wird“, so der Wiener. „Die Frage ist nur, in welchem Ausmaß. Aber da ist es an den Richtern, zu entscheiden.“

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