5 Formel 1

Mick Schumacher (links) im Gespräch mit Lance Stroll. © APA/afp / MAZEN MAHDI

Das sagen die Experten zum Schumacher-Debüt: „Reines Lehrjahr“

Bei seinem ersten Formel-1-Grand-Prix am Sonntag in Bahrain ist im Rennwagen von Mick Schumacher kein Platz für große Gefühle. Es werde sicher den ein oder anderen emotionalen Moment geben.

„Aber bestimmt nicht in der Aufwärmrunde oder direkt vor dem Start“, sagte Schumacher: „Da ist man schon so konzentriert, da kommen solche Gedanken nicht. Spätestens wenn man den Helm aufsetzt, dreht sich alles nur noch um das Rennen, das vor einem liegt.“


Als sein Vater Michael vor elf Jahren am 14. März 2010 in der Wüste von Sakhir sein Aufsehen erregendes Comeback gegeben hatte und im Mercedes auf den sechsten Platz gerast war, war auch ein Zehnjähriger namens Mick Schumacher vor Ort, „aber ich habe eigentlich keine besonderen Erinnerungen daran. Was dieser Moment damals bedeutete, war mir absolut nicht bewusst“, erinnerte sich der Deutsche, der am Montag 22 Jahre alt wurde.

Mick Schumacher bei Testfahrten in Sakhir. © APA/afp / MAZEN MAHDI


Die Rückkehr des Namens Schumacher in die Motorsport-Königsklasse wirkt wie ein PR-Beschleuniger in der Coronakrise. „Eine Bereicherung“, nannte der neue Formel-1-Boss Stefano Domenicali Mick Schumacher bereits – der 55-jährige Italiener war zu den Titelzeiten von Michael Schumacher bei Ferrari. „Das ist ein Name, der in der Formel 1 sein muss“, betonte der ehemalige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bei Sport1.
Hohe Erwartungen? „Wird ein reines Lehrjahr“
Aber was können Fans von Mick Schumacher wirklich erwarten? Ecclestone meint, er habe viel vom Genie von Vater Michael geerbt. Viel Eingewöhnungszeit an sein neues Team und Auto hatte er bei drei Testtagen nicht, die er sich auch noch mit seinem russischen Teamkollegen Nikita Mazepin teilen musste. Der Haas-Bolide zählt zudem zu den schwächsten im Feld. Der Blick ist schon auf 2022 gerichtet, 2021 muss irgendwie überstanden werden.

Experten mahnen schon unisono, Mick Schumacher einmal fahren zu lassen und ihm Zeit zu geben. „Es wird ein reines Lehrjahr für ihn. Dementsprechend sollten wir alle nicht zu viel erwarten“, sagte jüngst Micks Onkel Ralf Schumacher bei Sport1. „Er wird niemanden haben, der ihm groß etwas beibringen kann“, betonte Ecclestone, der sich aber sicher ist, dass Mick Schumacher das Zeug zum Champion hat: „Wir müssen einfach abwarten.“

Autor: cst/apa

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