5 Formel 1

Mercedes hat im Nachspiel des Finals nun Stellung bezogen. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Die Entscheidung im WM-Streit ist gefallen

Die Weltmeisterschaft ging nach dem denkwürdigen Finale von Abu Dhabi in eine ungewöhnliche Verlängerung. Nach den zunächst abgelehnten Protesten seitens Mercedes, hat sich der Rennstall von Lewis Hamilton nun zu einer möglichen Berufung geäußert.

„Wir ziehen hiermit unsere Berufung zurück“, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des deutschen Werksteams. Unmittelbar nach dem Triumph Verstappens vor dem geschlagenen und entthronten Hamilton auf dem Yas Marina Circuit hatte Mercedes gleich zwei Proteste eingereicht.


Einer wegen der Fahrweise Verstappens während der Safety-Car-Phase, ein zweiter – und das war der weitaus bedeutendere – gegen die Rennleitung um Michael Masi wegen des Prozederes gegen Ende der Safety-Car-Phase in den letzten Runden. Beide Proteste wurden von den Rennkommissaren abgeschmettert.

Daraufhin hatten die Verantwortlichen der Silberpfeile den Formalien entsprechend binnen 60 Minuten eine Absichtserklärung für eine Berufung hinterlegt. Das wiederum gab ihnen weitere 96 Stunden, um mit Anwälten die Chancen auf einen Erfolg zu prüfen. Nach eingehenden Beratungen entschieden sie sich gegen den Gang vor den International Court of Appeal des Automobilweltverbandes (FIA).

Szenen werden analysiert – Kompromiss gefunden
„Wir sind im Sinne der sportlichen Fairness in Berufung gegangen, und wir haben seitdem einen konstruktiven Dialog mit der FIA und der Formel 1 geführt, um in Zukunft für Klarheit zu sorgen“, hieß es nun in der Mercedes-Erklärung. In diesem Zusammenhang begrüßte der Konstrukteurs-Weltmeister die Entscheidung des Weltverbandes, eine Kommission ins Leben zu rufen, um die Geschehnisse in Abu Dhabi gründlich zu analysieren.

Das Safety Car hatte großen Einfluss auf die Titelentscheidung. © APA/afp / GIUSEPPE CACACE

Verstappen hatte Hamilton nach Beendigung der Safety-Car-Phase in der letzten Runde überholt und sich mit seinem zehnten Saisonsieg erstmals den Titel gesichert. Die Mercedes-Bosse hatten angeprangert, dass das Safety Car ihrer Meinung nach den Regel entsprechend erst eine Runde später in die Box hätte fahren dürfen. Das Rennen wäre dann dahinter beendet worden und Hamilton Titelträger auch in diesem Jahr und mit acht Triumphen alleiniger Rekordweltmeister vor Michael Schumacher gewesen.

Am Donnerstag kann der 24-jährige Niederländer nun ohne mögliche weitere Zweifel die WM-Trophäe bei der offiziellen Zeremonie in Paris entgegen nehmen. Mercedes gratulierte Verstappen und auch Red Bull. „Wir möchten unseren aufrichtigen Respekt für Eure Erfolge in diesem Jahr zum Ausdruck bringen. Ihr habt diese Saison zu einem absolut epischen Formel-1-Titelkampf gemacht“, hieß es in dem Statement.

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