5 Formel 1

Bernie Ecclestone sorgt für Wirbel. © AFP / ANDREJ ISAKOVIC

Ecclestone mit zweifelhaften Aussagen

Der langjährige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sieht in der Motorsport-Königsklasse kaum Bemühungen im Kampf gegen Rassismus.

„Niemand hat sich vorher darum gekümmert. Sie sind zu beschäftigt damit, Rennen zu gewinnen oder Sponsoren zu finden oder so“, sagte der 89-jährige Brite im Interview mit CNN Sport. Er sehe die Formel 1 allerdings nicht als rassistisch an.


Stattdessen sagte er: „In vielen Fällen sind Schwarze rassistischer als Weiße.“ Als Erklärung für seine zweifelhafte Aussage führte Ecclestone Dinge an, die ihm „im Laufe der Jahre aufgefallen sind“. Dass Statuen im Zuge der Black-Lives-Matter-Demonstrationen demontiert wurden, bezeichnete er als „völlig dumm“.

Weltmeister Lewis Hamilton lobte Ecclestone dennoch für dessen Engagement gegen Rassismus. Seine Kampagne für Schwarze sei „wunderbar. Lewis ist etwas Besonderes“, sagte Ecclestone: „Er macht einen tollen Job und es sind solche Menschen, denen die Leute zuhören.“ Dass die von Hamilton in Lebens gerufene Diversity-Kommission zu mehr Vielfalt beitragen wird, glaubt Ecclestone nicht. Er gehe nicht davon aus, „dass es der Formel 1 etwas Schlechtes oder Gutes bringen wird“, sagte er.

Die Erfahrungen von Hamilton mit Diskriminierung im Motorsport haben Ecclestone „überrascht“. Er sei „wirklich unglücklich“, sollte Hamilton „es ernst genommen haben. Ich dachte nicht, dass es ihn beeinflusst hätte“, erklärte er.

Autor: sid

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