5 Formel 1

Bernie Ecclestone sorgt erneut für Wirbel. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Eklat um Ecclestone-Aussagen zum Thema Rassismus

Auf den letzten Metern vor dem kniffligen Neustart hat der Formel 1 ein Rassismus-Eklat um Ex-Boss Bernie Ecclestone gerade noch gefehlt.

In einem eher seltsamen CNN-Interview hatte Ecclestone behauptet, schwarze Menschen in vielen Fällen rassistischer als weiße Menschen seien. Die scharfe Kritik seiner Nachfolger um Geschäftsführer Chase Carey wies Ecclestone kühl zurück. „Ich bin froh, dass er gesagt hat, dass ich nicht Teil der Formel 1 bin, dann kann man mich auch nicht mit Dingen in Verbindung bringen, die sie nicht geschafft haben“, sagte der 89 Jahre alte Brite der Mail on Sunday und empfahl Carey, sich lieber um die Anteilseigner zu kümmern.

Chase Carey wird von Vorgänger Ecclestone attakiert. © APA (dpa) / Sebastian Gollnow

„Covid war gut für ihn. Er konnte alles damit begründen, was er nicht erreicht hat“, sagte der langjährige Boss der Formel 1. Ihn künftig nicht mehr an die Rennstrecke zu lassen, „würde ich ihnen nicht empfehlen“, sagte Ecclestone.

Er beteuerte zudem: „Ich bin nicht gegen schwarze Menschen. Ganz im Gegenteil“, fügte aber hinzu: „Schwarze Menschen sollten sich um sich selbst kümmern.“
Hamilton zeigte sich fassungslos
Über Sätze wie diese hatte sich Hamilton fassungslos gezeigt und bei Instagram geschrieben: „Wenn jemand, der den Sport über Jahrzehnte führt, so wenig von den tiefgreifenden Problemen versteht, mit denen schwarze Menschen jeden Tag umgehen müssen, wie können wir dann Verständnis von den Menschen erwarten, die unter ihm arbeiten.“
Ecclestone immer wieder mit zweifelhaften Aussagen
Vor einiger Zeit sorgte Ecclestone bereits mit seinen Aussagen zu Adolf Hitler für Aufsehen. Hitler, hat Ecclestone einmal gesagt, habe zumindest Dinge geregelt bekommen. Bewunderung sei das nicht gewesen, stellte der ehemalige Formel-1-Chef damals klar. Aber er ergänzte: „Als er in den 1930ern übernommen hat, ging eindeutig was weiter, was beeindruckend war. Krankenhäuser, Züge und so weiter. Was er sonst noch getan hat, war aber offensichtlich verrückt und falsch.“

Autor: dpa/dl

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