5 Formel 1

Charles Leclerc landete mit seinem Ferrari ganz vorne, dahinter folgen die beiden Mercedes-Boliden. © APA/afp / MIGUEL MEDINA

„Eine Schande“: Riesen-Ärger nach Quali-Farce

Nach der zur Farce verkommenen Schlussphase des Qualifyings für den Formel-1-Grand-Prix von Italien in Monza gab es mächtig Ärger.

Monza ist als Hochgeschwindigkeitskurs berühmt, doch gerast wurde am Samstag im Qualifying wenig. In der letzten Runde der Quali wollte keiner vorneweg fahren, weil in Monza der Windschatten erfahrungsgemäß sehr viel ausmacht. Deshalb trödelte der PS-Tross dermaßen, dass die Topfahrer zu spät über die Start- und Ziellinie für eine letzte schnelle Runde kamen. Der zuvor und damit auch schlussendlich Schnellste war Youngster Charles Leclerc, der sich die Pole sicherte.

Allerdings entschuldigte sich der Monegasse sofort bei den Fans für die dargebotene Anti-Show. „Das war eine Schande, was hier in der letzten Runde passiert ist.“ Und weiter: „Ich weiß nicht, ob ich besonders klug war oder lediglich am wenigsten dumm.“

Mercedes ist sauer
Im Mercedes-Lager war die Wut groß. Lewis Hamilton wollte die Schuldigen schnell gefunden haben. Der fünffache Weltmeister glaubte, dass das Ganze von Ferrari inszeniert worden sei. „Interessante Taktik, um die Pole-Position zu sichern – einfach die Runde nicht fahren.“

Hamilton und Leclerc diskutieren nach der Quali. © AP / Luca Bruno


Auf die Frage, ob sich die Formel 1 an diesem Samstag lächerlich gemacht habe, hatte der Brite keine Antwort. „Ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Wir müssen uns überlegen, wie wir so etwas gescheiter lösen können.“
Eine Untersuchung, aber keine Strafen
Mercedes-Teamchef Toto Wolff reagierte ebenfalls stinksauer. „Jeder versucht, den Windschatten zu bekommen. Dann haben ein paar Vollidioten da vorne den Speed so reduziert, dass es sich nicht mehr ausgegangen ist“, schimpfte Wolff im ORF-Interview und ergänzte: „So etwas habe ich überhaupt noch nie gesehen. Das war wie in der Junior-Klasse – jeder hat am Ende wie ein Idiot ausgesehen – und war einer Formel 1 nicht würdig.“

Das Windschatten-Taktikspielchen wurde am Samstagabend noch von Rennkommissaren untersucht, Strafen wurden aber keine ausgesprochen.

Autor: apa/det

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