5 Formel 1

Kimi Raikkönen kannte kein Pardon. © APA/afp / XPB

„Einfach nur fake“: Kimi Raikkönen teilt aus

Kimi Raikkönen hat die Geschichte der Formel 1 geprägt. Kaum ein anderer Fahrer war den Fans so ans Herz gewachsen wie der 42-jährige Finne. Doch nun stellt der Weltmeister von 2007 ausgerechnet jener Königsklasse des Motorsports ein armseliges Zeugnis aus.

Ein Mann der vielen Worte war Raikkönen im Laufe seiner Karriere freilich nicht. Der Iceman ging stets äußerst sparsam mit seinen Aussagen und Emotionen um. Meldete sich der Finne aber trotzdem zu Wort, konnte man davon ausgehen, dass er die Wahrheit sprach. Nachdem er seine Karriere nach nunmehr 350 Grand Prix beendet hat, brach der 42-Jährige sein Schweigen und ging mit seinem einstigen Lebensmittelpunkt hart ins Gericht.


„Viele Dinge sind hier drinnen einfach nur fake. Es ist gut, da raus zu sein“, erklärte er in einem Interview mit dem Magazin Autosport. Die eigentliche Essenz der Formel 1 – die Geschehnisse auf der Strecke – seien mittlerweile anderen Dingen gewichen. „Es gibt so viel mehr Bullshit, als die Leute von außen sehen. Alle möglichen Arten von Bullshit. Wir wissen es, aber niemand sagt es“, führte er seine Tirade weiter. Darüber hinaus würde es bestimmte Abläufe geben, die es seiner Ansicht nach nicht geben sollte.

Raikkönen nimmt kein Blatt vor den Mund
Eines der größten Probleme sei das Geld und die damit einhergehenden Machtspielchen. „Sicherlich hat Geld die Dinge verändert, wie in jedem anderen Sport. Je mehr Geld man reinsteckt, desto politischer wird es“, führte der Finne aus. Dass sich auch die Fahrer einen großen Teil des Kuchens schnappen wollen, beäugt der Ex-Weltmeister kritisch. Demnach würden sich einige Piloten auch gut als Politiker machen, wenn es darum geht, sich gut nach außen zu verkaufen.
„Je mehr Geld man reinsteckt, desto politischer wird es.“ Kimi Raikkönen

Er selbst habe sich in seiner langen Karriere (Debüt März 2001) stets aus den politischen Kämpfen rausgehalten. „Ich weiß jede Menge Dinge, die vor sich gehen, aber ich mische mich nicht ein. Wenn man sich jeden Tag einmischt, ist das meiner Meinung nach nicht sehr gesund“, erklärte Raikkönen.

Zuletzt war der Iceman im Alfa Romeo unterwegs. © APA/afp / DAVIDE GENNARI

Welche Geheimnisse genau die Formel 1 ins Wanken bringen würden, wollte er letztlich aber nicht verraten. Immerhin gab er aber einen kleinen Blick hinter die Kulissen des Motorsports – der offenbar nur so von Schein, Macht und Geld überfüllt ist.

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