5 Formel 1

Sprach offen über seine Eindrücke und seinen Landsmann Carlos Sainz: Fernando Alonso. © APA/afp / SEBASTIEN NOGIER

Fernando Alonso über Sainz: „Mangel an Respekt“

Mit seinem zweiten Platz beim Grand Prix in Monaco egalisierte Carlos Sainz sein bisher bestes Resultat. Fernando Alonso, Unterstützer und Landsmann von Sainz, äußerte sich über den Aufstieg des Ferrari-Neulings – und zog einen Vergleich zu seiner Zeit bei der Scuderia.

„Ich kenne Carlos seit vielen Jahren und bin überglücklich für ihn nach dieser Glanztat“, erklärt Fernando Alonso gegenüber „RaceFans“. Seit dem letzten Sieg Alonsos in Barcelona 2013 konnte kein Spanier mehr ein Rennen der Motor-Königsklasse gewinnen. Carlos Sainz erzielte dabei mit seinen beiden zweiten Plätzen in Monza (2020) und Monaco (2021) jeweils die beste Platzierung eines spanischen Piloten der letzten acht Jahre.


Aufgrund der äußerst schwachen Leistung von Ferrari in der letzten Saison wurde der Podestplatz im Fürstentum ausgiebig gefeiert. In Spanien und Italien wurden sogar bereits Stimmen laut, dass Sainz seinem Teamkollegen Charles Leclerc den Rang ablaufen könne. Laut Alonso sind die Reaktionen jedoch übertrieben. „Aber ich denke auch zurück an meine eigene Zeit bei Ferrari, als ich pro Saison neun oder zehn Podestränge einfuhr. Nach einem Rennen herrschte da angesichts eines zweiten Platzes regelrechte Friedhofstimmung. Die einzige Frage der Leute war damals: „Wann gewinnst du wieder?“

Keine Wertschätzung für Erfolge
Gerade jetzt würde sich zeigen, welche Bedeutung seine Platzierungen und Erfolge in seiner Ferrari-Zeit hatten. Doch angesichts seiner zahlreichen Siege und Podestplätze fühlte sich der Asturier nie richtig wertgeschätzt: „Ich fuhr im Laufe meiner Grand-Prix-Karriere 97 Podestplätze ein in der Formel 1, und vor allem zum Schluss meiner Zeit bei Ferrari hatte ich den Eindruck – meine Leistungen stiessen auf einen gewissen Mangel an Respekt.“

Trotz dieser persönlichen Enttäuschung freue sich Alonso aber über den jüngsten Erfolg seines Nachfolgers. Zwar sieht er den italienischen Rennstall noch nicht auf Augenhöhe mit Mercedes oder Red Bull, über das Ergebnis im Fürstentum zeigt sich der spanische Routinier aber optimistisch: „Ich freue mich wahnsinnig für ihn, dass sein erster Saisonteil mit Ferrari so gut verlaufen ist. Ferrari ist noch nicht so stark wie Mercedes und Red Bull Racing, aber Monaco war für die Italiener eine Gelegenheit, und sie haben sehr viel daraus gemacht.“

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