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Charles Leclerc war stocksauer. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

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Charles Leclerc war stocksauer. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Frust bei Ferrari: „Dieses Auto ist schrecklich“

Der Hitze-Grand-Prix in Spielberg lief für Ferrari alles andere als nach Wunsch. Besonders Charles Leclerc ließ am Sonntag in Österreich seinem Frust freien Lauf.

Es geht nicht nur um den achten Platz vom Sonntag. Für Leclerc entwickelt sich diese Weltmeisterschaft zunehmend zu einem Labyrinth, aus dem es schwer ist, wieder herauszufinden. Sein Ferrari funktioniert nicht wie gewünscht, und Leclerc findet keinen Rhythmus: „Uns hat einfach das Tempo gefehlt – besonders bei mir. Aber ich glaube, dass auch das Team im Vergleich zu Barcelona größere Schwierigkeiten hatte, und bei mir war es noch ausgeprägter.“


Leclerc bezeichnete das Rennen als „unglaublich schwierig“. Er sprach außerdem von einem „insgesamt sehr geringen Grip“ und davon, dass es ihm kaum gelungen sei, Auto und Reifen im optimalen Arbeitsfenster zu halten. Auch die Strategie sei nicht das eigentliche Problem: „Im Nachhinein kann man immer sagen, dass man etwas besser hätte machen können. Aber die Wahrheit ist: Wenn das Tempo fehlt, sieht jede Strategie falsch aus.“

„Uns hat einfach das Tempo gefehlt – besonders bei mir.“ Charles Lecerc

Der Rückstand auf die Konkurrenz ist das eine. Die mentale Belastung ist das andere – und genau dort scheint Leclerc derzeit besonders zu kämpfen. Ferrari setzt langfristig auf ihn, doch der Druck wächst immer weiter. Das zeigte sich auch in seinen emotionalen Funksprüchen während des Rennens. „Dieses Auto ist schrecklich“, schimpfte Leclerc unter anderem.

Leclerc nicht mehr die Nummer 1

Leclerc ist mittlerweile ein anderer Fahrer als noch vor einigen Jahren. Damals war er der junge Hoffnungsträger, der glücklich war, den Ferrari seiner Träume fahren zu dürfen. Er wollte gewinnen – wusste aber auch, dass das Auto nicht konkurrenzfähig war. Heute ist der 28-Jährige ein etablierter Spitzenfahrer und spürt den Druck stärker denn je. Sein eigenes Gewissen verlangt mehr, ebenso die Ferrari-Fans. Zudem hat ihm Teamkollege Lewis Hamilton aktuell den Rang abgelaufen. Das zehrt scheinbar an seinen Nerven.

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