5 Formel 1

Ein ungewohnter Platz für Kevin Magnussen (Mitte). © APA/afp / NELSON ALMEIDA

Günther Steiner feiert – Magnussen auf Pole

Verstappen? Leclerc? Hamilton? Nein! Der Schützling von Günther Steiner Kevin Magnussen schnappt sich in der Qualifikation von Brasilien Platz eins. Die Umstände waren äußerst kurios.

Noch vor dem Ablauf der Uhr kletterte Kevin Magnussen in der Haas-Box auf seinen Wagen, trommelte auf das Chassis und ließ sich von seiner Crew feiern. Unter dem grauen Himmel von São Paulo hat sich der Däne völlig überraschend den besten Startplatz für das letzte Sprintrennen des Formel-1-Jahres gesichert. Im launischen brasilianischen Wetter war Magnussen begünstigt durch eine Unterbrechung nach einem Unfall von Mercedes-Fahrer George Russell nicht mehr von ganz vorne zu verdrängen. Der 30-Jährige fuhr unter kuriosen Bedingungen bei noch trockener Strecke die Bestzeit, die seine Konkurrenten nach der unfreiwilligen Pause und einsetzendem Regen nicht mehr kontern konnten.


Ein Ausrutscher von Russell ins Kiesbett bei trockenen Bedingungen sorgte nach knapp vier Minuten im entscheidenden Durchgang für eine Unterbrechung. Da anschließend der Regen niederprasselte, konnten die anderen Fahrer ihre Zeiten nicht mehr verbessern – und Magnussen blieb vorne. „Du machst Scherze“, meinte der Däne über Funk, ehe er an die Box kam. „Das Team hat mich exakt zum richtigen Zeitpunkt rausgebracht. Es ist unfassbar.“

George Russell läutete mit seinem Ausfall das Unglaubliche ein. © ANSA / Sebastiao Moreira


Im Auftakttraining war Sergio Perez nicht zu schlagen gewesen – wenn auch extrem knapp. Der Mexikaner verwies in der einstündigen Einheit mit 1:11,853 Minuten Charles Leclerc im Ferrari um gerade einmal 0,004 Sekunden auf Platz zwei. Perez' bereits als Weltmeister feststehendem Teamkollegen Max Verstappen fehlten als Drittem auch nur 0,008 Sekunden auf die Spitze. Und das, obwohl der Niederländer über die Balance des Wagens klagte.

Max Verstappen wird morgen der erste Verfolger sein. © APA/afp / NELSON ALMEIDA


„Es wird entscheidend sein, dass man zum richtigen Zeitpunkt rausgeht“, sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko vor der Hatz und sprach von „schwierigen Verhältnissen“. Diese erlebten Leclerc und Carlos Sainz an der eigenen Ferrari-Box. Sie wollten in der ersten K.o.-Runde wie auch die Konkurrenz von Allwetterreifen auf die weichen Gummis wechseln – die passenden lagen aber nicht parat. Slapstick bei der Scuderia.

Haas war dagegen aus dem Häuschen. „Magnussen hat die Chance genutzt, ist als Erster raus und hat eine fehlerfreie Runde hingelegt“, lobte Red Bulls Motorsportberater Marko den Coup der Konkurrenz. Am Ende der TV-Übertragung turnte Günther Steiner freudig durch die Garage und umarmte seine Mechaniker. Morgen um 20.30 Uhr wird es in Brasilien im Sprintrennen jedoch wieder ernst.

Die Startaufstellung des Sprint-Rennens

© Soziale Medien

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2023 First Avenue GmbH