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Der Meraner Günther Steiner war früher lange bei Haas und ist jetzt TV-Experte. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

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Der Meraner Günther Steiner war früher lange bei Haas und ist jetzt TV-Experte. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Steiner: „Hätte der Krieg früher begonnen, dann…“

Am Sonntag geht in der Formel 1 der Start zur neuen Saison über die Bühne. In Melbourne (Australien) wird der erste Grand Prix des Jahres 2026 ausgetragen. Doch der Kriegsausbruch im Nahen Osten hätte dem fast einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Günther Steiner ist im Formel-1-Zirkus ein bekannter Mann und ein echter Insider. Der langjährige Teamchef von Haas ist mittlerweile als Experte für den deutschen Privatsender RTL mit dem Formel-1-Tross unterwegs. Der Start in Melbourne hing am seidenen Faden, wie Steiner preisgab: „Wäre der Krieg am Donnerstag oder Freitag ausgebrochen, wäre sicher etwas auf dem Weg nach Australien stecken geblieben“, so der Meraner gegenüber sport.de, RTL und NTV.


Die Gründe dafür seien, dass fast alle Formel-1-Teams auf die Logistik von Qatar Airways vertrauen würden, so Steiner. „Die haben die größte Cargo-Flotte der Welt. Sie starten in Europa und machen einen Zwischenstopp in Katar.“

„Es wäre möglich gewesen, dass alles in Katar steht.“ Günther Steiner

Nachdem Israel und die USA das Regime im Iran angegriffen haben, breitete sich ein Flächenbrand im Nahen Osten aus. Fast alle Länder wurden seit Samstag in irgendeiner Form in den Kriegsausbruch hineingezogen. „Es wäre möglich gewesen, dass alles in Katar steht und keine Autos nach Melbourne kommen“, so Steiner.

Kompliziertere Planungen durch Flug-Verschiebungen

Rund 150 Tonnen (!) Material werden pro Renn-Wochenende verschifft oder mit dem Flugzeug verschickt. Die Autos sind rund zehn Tage vor Rennstart vor Ort, wie Steiner verriet. Der Südtiroler selbst befindet sich aktuell ebenfalls in Melbourne. Auch der Personaltransport wurde durch den Kriegsausbruch im Nahen Osten schwieriger. Viele Flugrouten nach Australien führen im Normalfall über den Nahen Osten. Allerdings sei das kein K.o.-Kriterium, so Steiner: „Die Planungen werden schwieriger. Aber der Start der Saison steht nicht infrage.“

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