5 Formel 1

Genießt laut Heidfeld Welpenschutz seitens der Medien: Mick Schumacher. © APA/afp / ANTONIN VINCENT

Heidfeld genervt von Schumacher-Hype

Der ehemalige Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld sprach über das WM-Duell zwischen Hamilton und Verstappen, kritisierte aber auch den Welpenschutz für Mick Schumacher. „Es wird hochgejubelt, als wäre es das Größte der Welt.“

„Es ist klar, dass jeder hofft: Jetzt kommt der nächste Schumacher, und der wird auch erfolgreich. Das finde ich von außen ein bisschen übertrieben“, erklärt Heidfeld im Interview mit dem deutschen Nachrichtenmedium Sport1. Beispielsweise würden sogar kleinere Überholmanöver unverhältnismäßig behandelt werden und stets der Vergleich zu seinem Vater Michael Schumacher gezogen werden.


Zwar findet es Nick Heidfeld gut, dass positiv über das noch punktlose Nachwuchstalent berichtet wird, der Welpenschutz würde Schumacher aber auf Dauer eher schaden. „Dafür kann Mick aber nichts. Ich finde es natürlich besser, dass positiv berichtet wird, als wenn auf ihm rumgehackt wird. Aber die Gefahr ist natürlich gegeben, dass das irgendwann umschlägt.“

Hamilton hat endlich wieder einen Gegner
Darüber hinaus sprach Heidfeld auch über den Zweikampf um die WM zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton. Momentan liegt der Red-Bull-Pilot 12 Punkte vor dem siebenfachen Weltmeister. Heidfeld zeigt sich begeistert vom neuen Herausforderer Hamiltons: „Er ist ein Ausnahmetalent. Er macht Dinge auf der Strecke, wo man einfach nur den Hut ziehen muss und denkt: Das ist jetzt schon außergewöhnlich. Und er hat ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein, was enorm wichtig ist für jeden Sportler.“

Kann er Lewis Hamilton vom Thron Stürzen? © APA/afp / NICOLAS TUCAT


Dass der britische Motorsport-Gigant auch endlich wieder einen ernstzunehmenden Kontrahenten gefunden hat, stimmt ihn ebenso positiv: „Es ist das Wichtigste überhaupt, dass Lewis wieder einen Gegner auf Augenhöhe hat.“ Wer das Duell um den Titel letztendlich für sich entscheiden werde, ließ sich Heidfeld indes nicht entlocken. Vielmehr unterstrich er die Ausnahmerolle von Hamilton abermals: „Er kann unter Druck immer etwas Spezielles aus dem Hut zaubern und die volle Leistung abliefern. Natürlich nimmt er alle Titel gerne mit, aber so macht es letztendlich viel mehr Spaß, als wenn er kaum Gegner hätte. Man hat auch das Gefühl, dass Lewis dieses Jahr noch mal den Turbo zündet.“

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