5 Formel 1

War im finalen Chaos der Saison der Leidtragende: Lewis Hamilton. © APA/afp / KAMRAN JEBREILI

Lässt Mercedes die Berufung fallen?

Nach dem dramatischen Grand Prix von Abu Dhabi und dem Titelgewinn durch Max Verstappen legte Konkurrent Mercedes Protest gegen die Wertung des Rennens ein – ohne Erfolg. Nun soll durchgesickert sein, dass sich der deutsche Rennstall wohl gegen einen Rechtsstreit in zweiter Instanz entscheiden soll.

Eine derartige Saison hat letztlich auch ein derartiges Ende verdient. Das Rennen auf dem Yas Marina Circuit war nur so bespickt mit Kontroversen und dramatischen Ereignissen, die einen 57 Runden lang aussichtslosen Max Verstappen auf spektakuläre Weise in der allerletzten Runde der Saison auf den Thron hievten. Und trotz allem hatte das niederländische Wunder einen faden Beigeschmack – den sich Mercedes zunutze machen wollte.


Da die Regelauslegung von Rennleiter Michael Masi während der Safety Car-Phase kurz vor Rennende für Verwirrung sorgte und in den Augen von Lewis Hamiltons Rennstall als nicht regelkonform bezeichnet wurde, legte Mercedes kurzerhand Protest ein. Nach eingehender Untersuchung lehnte die FIA beide Ansuchen ab. Doch auch nach dem ersten Scheitern schien Mercedes anfangs sein Recht auf Berufung wahrnehmen zu wollen. Nun berichtet aber die London Times, dass es beim deutschen Team einen Sinneswandel gegeben haben soll.

Mercedes fürchtet Imageschaden
Demnach sollen die Silberpfeile dazu bereit sein, das Kriegsbeil zu begraben und Max Verstappen als Weltmeister zu akzeptieren. Zwar gibt es noch keine offizielle Stellungnahme seitens des Rennstalls, aber diese Tendenz sei bereits inoffiziell durchgesickert.

Das Safety Car sorgte zum Abschluss der Saison für Aufruhr. © APA/afp / GIUSEPPE CACACE

Sollte Hamilton sein achter Weltmeistertitel abseits der Strecke zugesprochen werden, könnten die heftigen Reaktionen seitens der Fans für einen gehörigen Imageschaden für Mercedes sorgen. Und dies wäre nicht im Sinne des Konzerns. Egal ob Lewis Hamilton und Co. im Recht wären oder nicht – das Ergebnis der Untersuchung würde erneut für intensive Auseinandersetzungen hinsichtlich des Renngeschehens sorgen. Daher wäre es durchaus möglich, dass auf eine Berufung verzichtet werden könnte.

Nichtsdestotrotz müssen sich alle Beteiligten auf die offizielle Stellungnahme seitens Mercedes gedulden. Der Konstrukteursweltmeister hat für das Einreichen der Berufung bis Donnerstag Zeit – dem Tag, an dem Verstappen offiziell sein WM-Pokal verliehen werden soll.

Red Bull hat indes mit seinem Ausstieg aus der Formel 1 gedroht.

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