5 Formel 1

Arturo Merzario löste bei Laudas Unfall am Nürburgring die Sicherheitsgurte. © APA/afp / JOE KLAMAR

Laudas Lebensretter Merzario verabschiedet sich: „Ciao Niki“

1. August 1976, der Rennwagen von Niki Lauda verschwindet auf dem Nürburgring in einem Ball aus Flammen. Es ist ein Wunder, dass der Österreicher diesen Unfall überlebt. Maßgeblich daran beteiligt: Arturo Merzario.

Merzario gelang es damals, die Sicherheitsgurte von Lauda zu lösen. Am Mittwoch verabschiedete sich der ehemalige italienische Rennfahrer vom dreimaligen Formel-1-Weltmeister. „Ciao Niki“, sagte Merzario, der mit seinem weißen Cowboy-Hut bei den Trauerfeierlichkeiten in Wien nicht zu übersehen war. „In den vergangenen 20 Jahren haben Niki und ich viel telefoniert und diskutiert“, zitierte die Gratiszeitung Österreich Merzario. Der Moment, in dem Laudas Sarg am Mittwoch nach einer bewegenden Trauerfeier aus dem Wiener Stephansdom getragen wurde, sei für ihn „schrecklich“ gewesen, „weil es nun der Abschied für immer war“.

Arturo Merzario und Niki Lauda.

Niki Laudas Formel-1-Karriere begann 1971, vier Jahre später wurde er zum ersten Mal Weltmeister. Am 1. August 1976 passierte der Horrorunfall auf dem Nürburgring, den Lauda trotz schwerer Verbrennungen und einer verätzten Lunge überlebte. Im Krankenhaus gab dem Weltmeister ein Priester damals sogar schon die letzte Ölung. Doch Lauda wollte nicht sterben – und wurde 1977 und 1984 noch zwei Mal Formel-1-Champion. Sein Markenzeichen wurde die rote Kappe, die stets seinen schwer vernarbten Kopf bedeckte.

Im Sommer 2018 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand so sehr, dass eine Lungen-Transplantation nötig war. Lauda erholte sich laut seinen Ärzten zunächst gut, an die Rennstrecken dieser Welt schaffte er es aber nicht mehr zurück. Am 20. Mai starb er mit 70 Jahren.

Autor: cst/apa

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