5 Formel 1

Charles Leclerc raste in Spielberg zum Sieg. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Leclerc crasht die Verstappen-Party am Red-Bull-Ring

Charles Leclerc hat Max Verstappens Oranje-Party auf dem Red-Bull-Ring gesprengt, Mick Schumacher durfte nach einer weiteren famosen Fahrt die nächsten Punkte bejubeln.

Als unschlagbar zum Leidwesen Zehntausender angereister Niederländer erwies sich Leclerc trotz klemmenden Gaspedals in der Schlussphase. Dessen Scuderia-Teamkollege Carlos Sainz, triumphaler Gewinner von Großbritannien sieben Tage vorher, schied auf Podestkurs liegend aus. Nur mit Mühe konnte er sich aus dem rückwärts rollenden und brennenden Ferrari retten. Profiteur war davon neben Mick Schumacher auch Rekordweltmeister Lewis Hamilton, der es als Dritter durchaus überraschend auf das Podest in seinem Mercedes schaffte.


Im Klassement büßte Verstappen lediglich sechs Punkte ein. Sein Vorsprung auf den neuen Zweitplatzierten Leclerc beträgt 38 Zähler. Dritter ist Sergio Perez, der im zweiten Red Bull beim Heim-Grand-Prix des Rennstalls von Milliardär Dietrich Mateschitz ausschied.

Ferrari schneller als Red Bull
Schon auf der Formationsrunde wehte orangefarbener Rauch entlang der nur 4,318 Kilometer langen Strecke. Die Stimmungsmacher aus den Niederlanden verwandelten das Grand-Prix-Wochenende in der Steiermark bereits seit Donnerstag in eine Nonstop-Party – allerdings auch mit äußert unschönen Nebengeräuschen. Berichten vor allem von weiblichen Fans zufolge kam es zu rassistischen, homophoben und sexistischen Beleidigungen, die Formel 1 schrieb von „völlig inakzeptablen Kommentaren“.

Max Verstappen musste Charles Leclerc gleich 3 Mal vorbeiziehen lassen. © APA / ERWIN SCHERIAU


Im Rennen mussten die Verstappen-Fans in ihren orangenen T-Shirts dann schnell zittern. Der Weltmeister und WM-Spitzenreiter hatte am Freitag die Pole Position geholt, am Samstag das Sprintrennen gewonnen. „Ich kann ihn nicht lange halten“, funkte er nach dem Start dann schnell an die Box. Hinter ihm machte Leclerc mächtig Druck.
Haas bärenstark
In der zwölften Runde zwängte sich der Monegasse innen vorbei. Zwei Runden später ließ sich Verstappen die harten Reifen aufziehen und fiel erstmal etwas zurück. Vorn machten Leclerc und Sainz Tempo. Der zweite Red Bull mit Perez dümpelte zunächst am Ende des Feldes nach einer Kollision zu Beginn mit George Russell. Der Mercedes-Fahrer bekam dafür auch noch eine Fünf-Sekunden-Strafe, wovon auch Mick Schumacher profitierte.

Mick Schumacher holte mit Rang 6 sein bislang bestes Ergebnis. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Der 23 Jahre alte Deutsche raste am Sonntag beim dritten Saisonsieg von Leclerc im Ferrari vor Verstappen auf den starken sechsten Platz. Nach seinen Premieren-Punkten vor einer Woche als Achter gelang Schumacher in seinem 32. Formel-1-Rennen sein bisher bestes Karriereergebnis – acht weitere Punkte waren der Lohn für den Haas-Fahrer. Teamkollege Kevin Magnussen holte als Achter ebenfalls Punkte.

Das Endergebnis in Spielberg. © twitter/formula 1

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