5 Formel 1

Charles Leclerc (rechts) im Gespräch mit Teamkollege Carlos Sainz (links). © ANSA / CHRISTIAN BRUNA

Leclerc wettert: „Schon wieder ein Fehler von Ferrari“

Das vermeintlich schnellste Auto auf der Strecke und eine Fahrerpaarung, die sich jedes Team wünschen würde. Es war in der laufenden Saison alles angerichtet für Ferrari, doch bisher sorgten taktische Fehlentscheidungen und fragwürdige Strategien für Ärger in der Garage. Dies bringt Charles Leclerc auf die Palme.

Zwei Siege und drei Podestplazierungen erreichte Charles Leclerc in den ersten fünf Rennen. Doch seitdem lief es für den Monegassen nicht mehr und er musste die Titelansprüche seinem Rivalen und Weltmeister Max Verstappen überlassen. Zweimal ist Leclerc nach dem Rennen in der USA ausgeschieden und dreimal landete er außerhalb der Top-3. So auch am Sonntag beim Traditions-Rennen in Silverstone, bei dem er erneut nur Vierter wurde. Grund dafür ist neben dem fehlenden Glück aber vor allem sein Team an der Kommandobox.


Wenige Runden vor Schluss traf es Leclerc erneut. In Führung liegend wurde der Monegasse während eines Safety-Cars von Ferrari draußen gelassen, während Teamkollege Carlos Sainz neue Reifen bekam, mit denen er schlussendlich zum Sieg in Silverstone fuhr. Der 24-Jährige war enttäuscht über die Entscheidung, ihn auf der Strecke zu lassen: „Ich bin niemand, der nach einer Erklärung fragt oder den Sieg von Sainz in Frage stellt. Aber es ist offensichtlich, dass dies eine verpasste Gelegenheit ist. Das war ein Fehler von Ferrari.“ Teamchef Mattia Binotto meinte dazu: „Die Autos waren zu nah beieinander für einen doppelten Boxenstopp.“

Charles Leclerc wird von Sergio Perez und Lewis Hamilton gejagt. © ANSA / CHRISTIAN BRUNA

Mit wesentlich älteren und ramponierten Reifen musste sich Leclerc dann dem Kampf mit Lewis Hamilton und Sergio Perez stellen, die ebenfalls neue Reifen aufgezogen hatten. Mit stumpfen Waffen blieb dem Monegassen sowohl gegen Perez, als auch gegen Rekord-Weltmeister Hamilton nichts Anderes übrig, als klein beizugeben. „Ich habe bis zum Schluss alles gegeben, ich denke, das hat sich im Kampf mit Perez und Hamilton gezeigt, aber sicherlich wurde heute nicht die richtige Entscheidung getroffen. Es ist sicherlich frustrierend, aber ich möchte nicht, dass meine Enttäuschung die Freude über den ersten Erfolg von Carlos überschattet.“
„Ich möchte nicht, dass meine Enttäuschung die Freude über den ersten Erfolg von Carlos überschattet.“ Charles Leclerc

Das Pech eines Safety-Cars zum falschen Zeitpunkt und die Fehlschüsse der Ferrari-Taktiker brachten Charles Leclerc so um die Chance, in der Gesamtwertung weiter zu Verstappen aufzuschließen, da dieser mit einem beschädigten Auto nur auf Platz 7 landete. „Es ist ein weiteres Rennen, das ohne das gewünschte Ergebnis endete. Beim Safety Car lag ich in Führung, aber stattdessen wurde entschieden, dass das Auto, das zum Reifenwechsel reinkam, das von Carlos war, was offensichtlich nicht die richtige Entscheidung für mich war,“ meinte Leclerc bitter.


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