5 Formel 1

Lewis Hamilton will an diesem Wochenende seinen 91. Sieg. © APA/afp / YURI KOCHETKOV

Mercedes bei Hamiltons „Mission 91“ in eigener Liga

Das Mercedes-Duo hat am ersten Trainingstag für den Grand Prix von Russland in Sotschi seine Dominanz so deutlich gemacht wie schon lange nicht mehr.

Valtteri Bottas fuhr 0,257 Sekunden vor Lewis Hamilton Tagesbestzeit, der Rest des Feldes lag schon mehr als eine Sekunde und mehr zurück. Im Rennen von Hamiltons „Mission 91“ kann offenbar nur Bottas den Sieg von Weltmeister Hamilton gefährden. Mit einem weiteren Renn-Triumph würde Hamilton am Sonntag (13.10 Uhr MESZ) den auf 91 stehenden Siegrekord von Michael Schumacher in der Königsklasse egalisieren. „Ich versuche, dass es nicht dieses Wochenende passiert“, versprach Bottas treuherzig und untermauerte das mit einer famosen Vorstellung im Training. Das war dem Finnen zuletzt aber immer wieder gelungen und am Ende hatte im Rennen dann doch wieder Teamkollege Hamilton die Nase vorne gehabt.


In Sotschi lag Daniel Ricciardo im Renault als Drittplatzierter schon mehr als eine Sekunde zurück. Dabei waren weder Bottas noch Hamilton ganz plangemäß durch den Tag gekommen. Der Finne klagte über Probleme in den 90-Grad-Kurven. Hamilton kam am Vormittag über Platz 19 nicht hinaus und im FP2 einmal von der Strecke ab. Letztlich waren die schwarzen Silberpfeile aber auch bei den Longruns klar schneller als die Konkurrenz.

Vettel vor Jubiläums-GP
Die beiden Ferraris Charles Leclerc und Sebastian Vettel landeten im zweiten Training auf den Plätzen 8 und 10. Der Deutsche startet am Sonntag zu seinem 250. Formel-1-Rennen. Dennoch sieht er im Trennungsjahr bei Ferrari wenig Grund zum Feiern. Vielmehr hat Vettel nur einen Wunsch: „Hoffentlich wieder ein besseres Fahrgefühl“ in seinem lahmenden Ferrari ersehnt der 33-Jährige für sein Jubiläum am Sonntag.

Zu seinem 250. Start in der Formel 1 hat er nicht allzu viel Bezug. „Wie viele Leute wissen, interessieren mich Zahlen nicht so sehr“, sagte er. Nur neun Fahrer haben in der Geschichte mehr Grand Prix absolviert. Zwei davon, die Italiener Jarno Trulli (252) und Riccardo Patrese (256), kann Vettel noch dieses Jahr überholen.

Autor: dpa/det

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