5 Formel 1

Lewis Hamilton bejubelt seinen Sieg in Silverstone. © APA/afp / LARS BARON

„Niveaulos“: Red Bull giftet gegen Mercedes

Der heftige Crash von Max Verstappen sorgte am Wochenende in Silverstone für viel Zündstoff. Nun hat Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko heftig gegen Mercedes und Lewis Hamilton ausgeteilt.

WM-Spitzenreiter Verstappen war am Sonntag beim Grand Prix von Großbritannien mit Rekordweltmeister Lewis Hamilton kollidiert und in der 290 km/h schnellen Copse-Kurve mit einer Wucht von 51 G – mit der 51-fachen Kraft seines Körpergewichts – in einen Reifenstapel eingeschlagen. Der mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegte Hamilton gewann und verkürzte den WM-Rückstand auf den Niederländer auf nur noch acht Punkte.


Das sorgte bei Red Bull für viel Unmut: „Es hat auch bis heute keinen Anruf bei Max gegeben. Aber das ist halt der Stil des Hauses“, giftet Marko in Richtung Mercedes. „Wir nehmen das zur Kenntnis.“ Von einem Revanchefoul will er aber absehen und die Antwort in Ungarn lieber auf der Rennstrecke geben.

Hamilton hatte seinen Sieg in Silverstone vor mehr als 140.000 Heimfans bejubelt, ohne laut Marko einen Gedanken an Verstappen zu verschwenden: „Das habe ich als eher niveaulos empfunden.“ Hamilton selbst hatte beteuert, dass er unmittelbar nach dem Rennen nicht wusste, dass sein WM-Rivale im Krankenhaus liegt.

„Ich glaube, ein Normalsterblicher überlebt so etwas nicht.“ Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko über den Verstappen-Crash

Verstappen geht es nach seinem folgenschweren Crash nach Angaben von Marko „erstaunlich gut“. „Was wir gedacht haben ist, dass er völlig steif sein wird von diesem unglaublichen Aufprall mit 51 G, aber er hat ein bisschen Nackenschmerzen, ansonsten ist alles okay“, erklärte Marko im RTL-Interview. Für ihn ist das ein Wunder: „Ich glaube, ein Normalsterblicher überlebt so etwas nicht.“ Auch der Niederländer, der inzwischen das Krankenhaus verlassen durfte, hatte zuvor gegen Hamilton ausgeteilt.

Schlagwörter: motorsport

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