5 Formel 1

In der Formel 1 stehen einige Neuigkeiten an. © formula1.com

Rauswurf und Aufbruch: Die Formel 1 wird umgekrempelt

So langsam lichtet sich der Nebel um die Folgen aus dem turbulenten Saisonfinale von Abu Dhabi. Wenige Tage vor dem Testbeginn in Barcelona zog die FIA ihre Schlüsse aus dem dramatischen Schlussakt und kündigte einige Änderungen für die kommende Saison an.

Dabei muss mit Michael Masi eines der prominentesten Gesichter der vergangenen Wochen und Monate seinen Hut nehmen. In einer Videobotschaft erläuterte FIA-Präsident Ben Sulayem die strukturellen Veränderungen. Masi wurde nun von seinen Pflichten als Rennleiter befreit, seine Aufgaben werden nun umverteilt. Dem Australier werde ein anderer Posten innerhalb des Weltverbandes angeboten.


Masi, der nach dem überraschenden Tod von Charlie Whiting dessen Stelle 2019 übernommen hatte, war aufgrund seiner umstrittenen Entscheidungen im Verlauf der vergangenen Saison mehrmals ins Kreuzfeuer geraten. Durch eine technische Änderung, die bereits in anderen Weltsportarten genügend zum Einsatz kommt, soll nun der Job des Rennleiters erleichtert werden.

Neues Rennmanagement und ein Videobeweis
Bereits in der kommenden Woche soll bei den Freien Tests in Barcelona das neue Rennmanagement zum Einsatz kommen. Köpfe dieser neu bestimmten Leitung werden DTM-Rennleiter Niels Wittich und Eduardo Freitas sein. Letzterer war früher als Rallye-Renndirektor im Einsatz. Die beiden Köpfe sollen sich regelmäßig abwechseln und werden von Herbie Blash als Berater tatkräftig unterstützt.

Ben Sulayem greift in seinen ersten Monaten hart durch. © APA/afp / HAMAD I MOHAMMED

Darüber hinaus stehe auch eine Art Videobeweis im Raum. Eine derartige virtuelle Rennleitung solle in stetem Kontakt mit dem Renndirektor stehen und dafür Sorge tragen, dass die Regeln auch richtig umgesetzt werden. Dieser Ansatz werde „mithilfe der modernsten technologischen Tools richtig angewendet“, erklärte Ben Sulayem.

Wie diese technologische Neuerung den Motorsport beeinflussen wird und inwiefern sich die fragwürdigen Szenarien aus der vergangenen Saison dadurch verhindern lassen, bleibt indes noch abzuwarten. Die FIA hat ihr Versprechen, aus dem dramatischen Saisonfinale Konsequenzen zu ziehen, jedenfalls eingelöst.

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