5 Formel 1

Gehen Max Verstappen (rechts) und Sergio Perez bald getrennte Wege? © ANSA / ALI HAIDER

Wilde Gerüchte: Red-Bull-Zoff erreicht nächste Stufe

Die Formel-1-Saison ist gerade erst zu Ende gegangen – und schon gibt es die ersten wilden Gerüchte. Genauer gesagt soll bei Red Bull der Haussegen schief hängen.

Der beim Grand Prix von Brasilien entfachte Streit zwischen Max Verstappen und Sergio Perez ist anscheinend immer noch nicht beigelegt. Ein Vorfall in Monaco soll den Stein ins Rollen gebracht haben. Perez habe im Qualifying absichtlich eine rote Flagge verursacht und Verstappen somit die Chance auf die Pole Position genommen, so der Vorwurf. In Brasilien folgte die Retourkutsche, der Weltmeister missachtete die Teamorder und ließ seinen Kollegen hinter sich.


Nach Brasilien soll es – auf Initiative von Red Bull – eine Aussprache zwischen den beiden Streithähnen gegeben haben. Beim Saisonabschluss-Rennen in Abu Dhabi schien deshalb wieder alles eitel Wonne zu sein, lobte Perez nach dem Qualifying die Unterstützung seines Teamkollegen, nur um während des Rennens am Funk lautstark zu monieren, dass Verstappen seiner Ansicht nach zu langsam fuhr. Am Ende holte sich Ferrari-Pilot Charles Leclerc den 2. Platz in der Fahrerwertung. Dies stoß dem Mexikaner sauer auf. Auch von den Zuschauern in Abu Dhabi wurde Verstappen – wegen seiner fehlenden Hilfeleistung für Perez – bei der Siegerehrung ausgebuht.

Perez-Vater ledert gegen Verstappen

Anschließend lederte Perez-Vater Antonio gegen Verstappen: „Max spürt heute schon den Atem von Checo (Sergio Perez; Anm. d. Red.) in seinem Helm. Er [Verstappen] hat noch nie einen ähnlichen Teamkollegen gehabt, die anderen waren viel schlechter. Checo gewinnt Rennen, die Max nicht gewinnen kann, die wirklich schwierigen Rennen.“ Damit spricht er eben jenen Triumph in Monaco oder den Sieg in Singapur an.

Daniel Ricciardo (links) und Max Verstappen verstehen sich nach wie vor prächtig. © APA/afp / BEN STANSALL


Das Tischtuch zwischen Verstappen und Perez scheint zerschnitten. Ein Abgang des Niederländers ist ausgeschlossen, dafür könnte es für Perez knapp werden. Zwar verlängerte dieser seinen Vertrag ausgerechnet in Monaco bis 2024, der absichtliche Quali-Unfall könnte den Verantwortlichen aber als Kündigungsgrund dienen.

Laut Medienberichten wünscht sich Verstappen, der Perez loswerden wolle, ausgerechnet Daniel Ricciardo als Teamkollegen zurück. Schon zwischen 2016 und 2018 war dem der Fall, doch dann verließ der Australier das Team in Richtung Renault/Alpine, da er sich von Red Bull benachteiligt fühlte. Ricciardo kehrte nach seinem McLaren-Aus am Mittwoch zu Red Bull zurück – offiziell als Test – bzw. Ersatzfahrer. Dass der 33-Jährige allerdings nur als dritter Pilot zurückkehrt, ist offenbar noch nicht gänzlich in Stein gemeißelt. Es bleibt also spannend bei Red Bull.



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