5 Formel 1

Dem Briten fehlten nach dem Grand Prix von Abu Dhabi die Worte. © APA/afp / KAMRAN JEBREILI

Rückkehr? Das Ultimatum des Lewis Hamilton

Normalerweise kommt der Rennzirkus zum Jahreswechsel zur Ruhe. An den Boliden wird getüftelt, die Fahrer schnaufen einmal kräftig durch. Doch da die vergangene Saison alles andere als normal war, fällt auch dieser Umstand vorerst weg. Denn zurzeit schweigt nur einer – und das ist Lewis Hamilton.

Über 40 Tage ist es nun her, dass Lewis Hamilton nach seinem achten WM-Titel griff und diesen Traum auf die wohl dramatischste Art und Weise der jüngsten Renngeschichte vor seinen Augen zerplatzen sah. Seitdem hüllt sich der Brite in einen Nebel des Schweigens. Für die FIA ist dies Fluch und Segen zugleich. Noch nie wurde in der Winterpause derart häufig über die Formel 1 berichtet. Doch dabei überwiegen eher die negativen Gründe.


In der Königsklasse des Motorsports ist man sich aber über eines im Klaren: Erst im Moment des Verlusts merkt man, wie wertvoll jemand ist. Und Hamilton ist seit Jahren das größte Zugpferd der Formel 1. Die britische Lichtfigur will sich daher die eigene Macht zunutze machen und setzt sein bedrückendes Schweigen als Druckmittel ein.

Hamilton setzt FIA ein (machbares) Ultimatum
In den vergangenen Tagen gab es zwischen dem Vorstand der FIA rund um Neu-Präsident Mohammed Ben Sulayem und CEO Stefano Domenicali ein Gipfeltreffen in London. Dabei waren auch Vertreter der einzelnen Teams zugegen. Der größte Punkt auf der Tagesliste war das kontroverse Rennen von Abu Dhabi. Oder vielmehr die kontroversen letzten Runden des Grand Prix. Nach wie vor wiegelt die damalige Entscheidung von Rennleiter Michael Masi die Gemüter auf. Und daran setzt Hamiltons Forderung auch an.

Das verhängnisvolle Safety Car. © APA/afp / GIUSEPPE CACACE

Der 37-Jährige fordert aber entgegen vorheriger Behauptungen nicht die Entlassung von Masi, vielmehr aber eine Entschuldigung seitens der FIA. Diese solle beinhalten, dass der Verband Fehler begangen habe und man dazu auch stehe. Ob es im Zuge des Londoner Gipfeltreffens aber zu einer solchen Einsicht kommen wird, bleibt abzuwarten. Die neue Führung zeigt sich nämlich alles andere als in Eile. Am 3. Februar wolle man die ersten Ergebnisse zusammenfassen, diese aber erst am 18. März an die Öffentlichkeit richten.
Toto Wolff mit klarem Standpunkt
Dann könnte es für eine Entschuldigung bereits zu spät sein. An diesem Tag steht nämlich der erste Trainingstag der neuen Saison an. Mercedes-Chef Toto Wolff strebt indes eine interne Lösung an. Der Österreicher wolle das persönliche Gespräch suchen. „Ich werde mit Lewis im Februar reden. Es wäre ein Armutszeugnis für unseren Sport, wenn der beste Fahrer wegen hanebüchener Entscheidungen geht. Das Finale gehörte nur Hamilton“, erklärte Wolff.
„Es wäre ein Armutszeugnis für unseren Sport, wenn der beste Fahrer wegen hanebüchener Entscheidungen geht.“ Toto Wolff

Für ihn gab es an jenem Dezemberabend nur einen Sieger. „Keiner war an diesem Tag besser. Es wird uns immer nachhängen, wenngleich Max Verstappen, über die Saison gesehen, ein würdiger Weltmeister ist! Ich hoffe, wir können Red Bull 2022 die Antwort geben.“

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