5 Formel 1

Mick Schumacher war nach seinem erneuten Ausfall total enttäuscht. © APA/afp / OZAN KOSE

Schumacher: „Schwierig, solche Dinge zu akzeptieren“

Mick Schumacher war am Sonntag beim Grand Prix in Montreal auf dem Weg endlich seine ersten Formel-1-Punkte einzuheimsen. Doch dann wurde er von einem schwächelndem Haas gestoppt. Die Enttäuschung ist natürlich groß.

Diesmal ließ ihn der Haas im Stich. Er wäre soweit gewesen, die ersten Punkte seiner Karriere in der Formel 1 mitzunehmen. Startplatz sechs, so gut war er noch nie gewesen in der Königsklasse. Und dann das. Nach den beiden schweren Unfällen und jeder Menge Kritik an ihm, zeigte er Stärke im Qualifying und auch im Rennen, eher er vom schwächelnden Wagen gestoppt wurde. Doch er baut auf dem Positiven auf. Seine eigene Leistung sollte als Punktebeschleuniger dienen.


Zum Zeitpunkt des Ausfalls lag er als Siebter komfortabel in den Punkten und hätte die ersten Zähler seiner Karriere einfahren können. „Das ist natürlich ein unschönes Gefühl in dem Fall, weil wir die Pace hatten, um P5 mitzufahren, so wie es aussieht“, ärgerte sich Schumacher am Sky-Mikrofon. Zum Zeitpunkt des Ausfalls lag der Deutsche vor Guanyu Zhou (Alfa Romeo), der das Rennen auf Platz 8 beendete.

„Wenn man in den Punkten ist, ist es noch einmal härter, das Auto abzustellen.“ Mick Schumacher

„Es ist immer schwierig, solche Dinge zu akzeptieren. Aber wenn man in den Punkten ist, ist es noch einmal härter, das Auto abzustellen“, erklärte er. Was genau am Haas kaputt war, wusste auch Schumacher nach dem Rennen noch nicht so genau. „Wir mussten das Auto stoppen, weil sonst mehr kaputtgegangen wäre.“

Schumacher zeigte am Wochenende eine seiner besten Formel-1-Leistungen, musste den Haas wegen eines Defekts in Runde 20 aber abstellen. © ANSA / ANDRE PICHETTE


Haas-Teamchef Günther Steiner äußerte sich zwar unmittelbar nach Rennende noch nicht zur Leistung seines Piloten, dafür gab es Lob von anderer hoher Stelle. „Das Wochenende war positiv. Auch am Samstag war es positiv, was Mick gezeigt hat. Jetzt muss er einfach im Fokus bleiben und sich konzentrieren, mehr Erfahrung und Selbstvertrauen aufbauen. Er hat sich verbessert“, erkannte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto die Performance von Schumacher an.
Schumacher kämpferisch
Der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher gab sich abschließend kämpferisch: „Wir sind an diesem Wochenende in den Rhythmus gekommen, und da wäre sicherlich noch mehr gegangen. Es ist natürlich sehr enttäuschend, aber solche Dinge passieren in der Formel 1. Wir müssen die Pille schlucken. Irgendwann wird sich das Blatt wenden.“
„Tut mir leid, Kumpel. Du warst voll auf Kurs.“ Haas-Renningenieur Gary Gannon

Sein Renningenieur bei Haas, Gary Gannon, funkte übrigens nach dem Ausfall: „Tut mir leid, Kumpel. Du warst voll auf Kurs.“ Schumachers Antwort war ein langer Piep, die Formel 1 zensiert bekanntlich das Gefluche der Fahrer am Funk.

>>> Hier gibt es den ausführlichen Rennbericht<<<

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