5 Formel 1

Sah sein Fehlverhalten ein: Toto Wolff. © ANSA / ANDREJ ISAKOVIC / POOL

Toto Wolff gesteht sich Fehler ein

Rund zwei Wochen liegt das Finale von Abu Dhabi zurück, noch immer sorgt der dramatische Showdown für erhitzte Gemüter. Nun hat sich aber mit Toto Wolff einer der Protagonisten des Titeldramas zu Wort gemeldet und etwaige Fehlgriffe eingeräumt.

Auf den letzten Kilometern des finalen Rennens der Saison wurde dem Mercedes-Motorsportchef noch einmal alles abverlangt. Aufgrund der strittigen Entscheidung rund um das Safety Car in der entscheidenden Schlussphase, war die Verzweiflung des Österreichers im veröffentlichten Funkgespräch mit Rennleiter Michael Masi deutlich zu hören.


Die Möglichkeit, direkt mit dem Rennleiter Kontakt aufnehmen zu können, stand zuletzt immer wieder in der Kritik. Nachdem sich Formel 1-Sportchef Ross Brawn bereits kritisch zu diesem Vorgehen geäußert hatte, meldete sich nun auch Toto Wolff zu Wort. Seiner Meinung nach sei der Bogen überspannt worden. Und das von mehreren Parteien.

Auch Red Bull muss sich an die Nase fassen
Zunächst war die Kontaktaufnahme zum Rennleiter seitens der Teamchefs und die Veröffentlichung der Gespräche gutgeheißen worden. „Es hatte den Zweck von Transparenz und Entertainment“, sagte Wolff dazu. „Es passiert so viel, dass wir den Fans einen kleinen Überblick über die ganzen kleinen Dramen geben wollten.“

Doch damit wurde auch der Beeinflussung von wichtigen Entscheidungen der Weg frei gemacht. Man habe das Leben des ohnehin schon in der Kritik stehenden Rennleiters nicht unbedingt einfacher gemacht. „Das war gut gemeint, aber ich denke, wir sind zu weit gegangen“, gab Wolff zu. Auch sein Red Bull-Kollege Christian Horner müsse sich an die Nase fassen. Die beiden Teamchefs haben sich mehrere kleine Fehden über die Saison hinweg geliefert.

Auch Christian Horner soll sich Fehltritte geleistet haben. © APA/afp / LARS BARON

Wolff bietet aber gleichzeitig auch einen Lösungsvorschlag an. Ab sofort sollten nämlich nicht mehr die Teamchefs den Rennleiter kontaktieren dürfen, sondern die Sportdirektoren. Darüber hinaus sollen diese nur auf etwaige Vergehen hinweisen und keinen Druck ausüben. „Sie sollten Situationen im Rennen aufzeigen, die der Rennleiter vielleicht nicht entdeckt hat, aber sie sollten nicht beeinflussen oder Druck ausüben“, unterstrich der Österreicher.

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