5 Formel 1

Zuletzt schien Mercedes vom Titelkurs abgekommen zu sein. © APA/afp / JOE KLAMAR

Toto Wolff: „Sonst fährt WM-Zug ab“

Der souveräne Sieg von Hauptkonkurrent Red Bull Racing mit Max Verstappen lässt beim Mercedes-Teamchef die Alarmglocken schrillen. „Wir haben das weniger starke Paket. Wir müssen einfach jeden kleinsten Millimeter finden, wo wir noch Performance haben, sonst fährt der WM-Zug ab“, mahnte Toto Wolff.

Die Unterlegenheit der Mercedes-Boliden, die am Sonntag mit 35,7 Sekunden Rückstand auf WM-Leader Verstappen die Plätze zwei (Lewis Hamilton) und drei (Valtteri Bottas) belegten, stellt für Wolff in dessen Ära offenbar ein Novum dar. „Es ist heute das erste Rennen gewesen in diesen sieben oder acht Jahren, die ich dabei bin, wo ich gemerkt habe: Das Paket ist einfach nicht stark genug. Unsere Waffe, in den Geraden heranzukommen, die haben wir im Moment nicht.“


Es fehle an Downforce (Abtrieb) im Vergleich zu Red Bull. „Man sieht: Die können einen kleineren Flügel drauftun und fahren trotzdem gleich schnell um die Ecken“, sagte der Teamchef und Rennstall-Mitbesitzer. Sein Fazit: „Es heißt definitiv Köpfe zusammenstecken.“

Außerdem sprach der Wiener später in einem Mediengespräch an der Rennstrecke von Kampfgeist. Er habe mit Formel-1-Chef Stefano Domenicali, einem Italiener, am Samstagabend Österreich gegen Italien im Fußball-EM-Achtelfinale 1:2 verlieren gesehen. Dieser sei zwischenzeitlich aber nervös geworden. „Das Herz und die Mentalität waren immer da, dass wir noch den Ausgleich schießen können, noch ins Elfmeterschießen kommen können“, sagte Wolff. „Das zeigt, dass du dich auch nach so einem Wochenende, wie wir es heute gehabt haben, wieder rauskämpfen kannst.“

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