5 Formel 1

Solche Bilder wird es in diesem Jahr nicht geben: Ein Ferrari vor vollen Rängen in Spielberg. © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Trotz Geister-GP: Spielberg zu 80 Prozent ausgebucht

Die Region Spielberg in Österreich bereitet sich auf ungewöhnliche Motorsport-Wochen am und rund um den Red Bull-Ring vor. Dort nimmt die Formel-1 mit zwei Rennen ihren Betrieb auf.

Für die beiden Formel 1-Events am 5. und 12. Juli sind etwa 80 Prozent der Hotel-Kapazitäten in der Region gebucht – der Großteil vom Formel 1-Tross, sagte Manuela Machner, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Spielberg, zur Nachrichtenagentur APA. Doch rund 50.000 Camping-Nächtigungen fallen weg.


Machner unterstrich, dass die Campingplätze direkt am Ring-Gelände bzw. nahe des Rings geschlossen bleiben, und das trotz der Nachfrage nicht weniger Fans, die gerne zumindest die Motorsport-Stimmung in Nachbarschaft zur Rennstrecke erlebt hätten. Alle Jahre zählen die privaten Partys an den diversen Campingplätzen zu den außersportlichen Highlights der Rennwochenenden.

Kein öffentliches Public Viewing
Eine gewisse Unsicherheit herrsche wegen der Anhänger momentan noch in der Region, denn es haben natürlich Campingplätze in etwas entfernterer Nachbarschaft zum Ring ganz normal geöffnet. „Wie die Fans letzten Endes dann agieren, kann nicht gesagt werden“, so die Geschäftsführerin, die nicht ausschließt, dass spontane private Public Viewings irgendwo stattfinden. Kommerziell geplante Public Viewings dürften wohl eher nicht stattfinden. Diese hätten eventuell mit begrenzter Gästezahl über die Bühne gehen können, doch die Vorlaufzeit dafür sei wohl zu gering gewesen.

Ähnliches gelte für Side-Events oder der sonst am Rennwochenende üblichen Konzerte. Nichts davon stehe vorerst am Programm.
Sie kündigte auch gleich an, dass Fans nicht versuchen sollten, auf das Ring-Gelände zu gelangen, denn es werde bewachte Absperrungen geben. „Die Fans sind aber gerne in den Gastgärten in der Region willkommen und können dort vielleicht gemeinsam die Rennen verfolgen.“
Ein Minus in Millionenhöhe
Für den Tourismusverband ergeben die knapp 50.000 wegfallenden Nächtigungen ein sattes Minus von rund 35.000 Euro – etwa 70 Cent pro Nächtigung. Noch schlimmer sei aber der Verlust für die Wertschöpfung in der Region. Diese gehe laut Machner in die Millionen Euro. Nichtsdestotrotz seien die Menschen in der Region „sehr froh, dass die Formel 1 kommt – noch dazu gleich 14 Tage“. Viele Betriebe vor Ort profitieren davon, können liefern und produzieren.

„Die Leute leiden aber unter der Situation, dass keine Zuschauer zugelassen sind. Die Murtaler haben Benzin im Blut und sind mit dem Motorsport aufgewachsen. Bei ihnen ist der Bezug zum Motorsport ganz anders, als anderswo in Österreich“, meinte die Geschäftsführerin. Wegen der starken Verbundenheit mit dem Motorsport, sei die Situation noch schlimmer. Von einzelnen Anrainern, die sich vom Lärm gestört fühlen, weiß sie auch: „Die gab es aber auch schon vor Corona und die sind eine absolute Minderheit – ich würde sagen die Anzahl bewegt sich im Promille-Bereich.“

Autor: apa/fop

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