5 Formel 1

Sebastian Vettel will gut überlegen, was er mit seiner weiteren Karriere anfangen will. © AFP / LLUIS GENE

Vettel-Aus bei Ferrari: Optionen und Szenarien

Sebastian Vettel und Ferrari trennen sich Ende dieser Saison. Was passiert nun? Setzt Vettel seine Formel-1-Karriere fort? Wer wird sein Nachfolger bei Ferrari? Spannung ist garantiert.

Nach seinem Aus bei Ferrari muss Sebastian Vettel erst mal grübeln. „Ich selbst werde mir die Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, was für meine Zukunft wirklich wichtig ist“, sagte der viermalige Formel-1-Weltmeister nach der Verkündung der Trennung zum Ende dieses Jahres. Fährt Vettel weiter, dann gibt es auf dem Fahrermarkt gibt es diverse Szenarien.

Mercedes
Die Verträge von Titelverteidiger Lewis Hamilton (35) und Adjutant Valtteri Bottas (30) laufen bei Serienchampion Mercedes zum Jahresende aus. „Mit Blick auf die Zukunft sind wir in erster Linie gegenüber unseren aktuellen Mercedes-Fahrern zu Loyalität verpflichtet“, antwortete Teamchef Toto Wolff auf die Frage, ob Mercedes versuche, Vettel zu verpflichten, „aber wir können diese Entwicklung natürlich nicht außer Acht lassen“.

Seriensieger Lewis Hamilton: Ist er satt bei Mercedes? © AFP / ALEXANDER NEMENOV

Die Silberpfeile wissen aber, was sie am schillernden Titelverteidiger aus England und seinem konfliktfreien Helfer aus Finnland haben. Zugleich schätzen sich der sechsmalige Weltmeister Hamilton und der viermalige Weltmeister Vettel. Für die Formel 1 wäre so eine Fahrerpaarung ein Mega-Coup. Würde sich der Deutsche aber nach zwei aufreibenden Saisons an Charles Leclercs Seite wirklich der teaminternen Konkurrenz mit dem britischen Alphatier aussetzen?
Ferrari
Charles Leclerc ist die Zukunft der Scuderia. Gesucht wird nun der Nebenmann für den bis Ende 2024 gebundenen Monegassen. Die ganz große Überraschung wäre Lewis Hamilton. Der Brite hat sich im vergangenen Jahr zweimal mit Fiat-Präsident John Elkann zu Gesprächen getroffen. Es ist aber nicht naheliegend, dass sich Ferrari in der Corona-Krise neben Leclerc einen kostspieligen Superstar gönnt.

War bereits 2017 bei Ferrari: Antonio Giovinazzi. © PIXATHLON/SID

Wahrscheinlicher sind dagegen jüngere und günstigere Optionen wie Carlos Sainz (25/McLaren) oder der italienische Lokalmatador Antonio Giovinazzi (26/Alfa Romeo), der 2017 bereits dritter Fahrer der Scuderia war. Auch Daniel Ricciardo (30/Renault) und Bottas (30/Mercedes) werden gehandelt. Oder wird es am Ende Mick Schumacher? Der 21-Jährige ist noch in der Formel 2 aktiv, allein sein Name beflügelt aber die Fantasie der Tifosi.
Red Bull
Von 2010 bis 2013 räumte Sebastian Vettel mit Red Bull alle WM-Titel ab. Nach einer Saison und einer teaminternen Niederlage gegen Daniel Ricciardo verließ der Deutsche den Rennstall und ging zu Ferrari. Red Bull ist mittlerweile komplett auf Max Verstappen (22) zugeschnitten, der einen Vertrag bis Ende 2023 hat. Vettel dürfte sich nach Leclerc nicht den Zweikampf mit einem weiteren knallharten Jungpiloten antun wollen.

Das Alphatier bei Red Bull: Max Verstappen. © SID / ANDREJ ISAKOVIC


Außerdem ist die Kasse bei Red Bull für einen zweiten Starpiloten leer. „Wir können uns einfach keine zwei Topstars leisten“, sagte Berater Helmut Marko vor Kurzem und schloss einen Wechsel Vettels aus. Red Bull ist außerdem mit dem jungen und preiswerten Alexander Albon (26) aus dem eigenen Nachwuchs nicht unzufrieden.
McLaren
Das einstige Weltmeisterteam McLaren steckt immer noch in der Umstrukturierung – es geht aber aufwärts. Will Vettel einen Neuanfang bei einem Team wagen, das ihm den Kampf um Siege oder sogar Titel nicht garantieren kann? McLaren hat letztmals 2012 durch Jenson Button in Brasilien einen Grand Prix gewonnen.

Autor: cst/dpa

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