5 Formel 1

Sebastian Vettel konnte einen Crash gerade noch so verhindern. © APA / ERWIN SCHERIAU

VIDEO | Crash-Festival im Spielberg-Training

Crashkurs auf dem Red Bull Ring: Sebastian Vettel konnte seinen Wagen im letzten Moment noch abfangen, Valtteri Bottas und Max Verstappen krachten mit ihren Autos kurz nacheinander in die Reifenstapel.

Das Heck des Red Bull von Vorjahressieger Verstappen war demoliert, beim Mercedes von Bottas baumelten die Vorderräder nur noch rum. „Was haben die zum Frühstück gehabt“, schrieb die Formel 1 auf ihrer Homepage.

Der Bottas-Crash:



Der Verstappen-Crash:

https://www.youtube.com/watch?v=BUJgAfqcCpk



Bei Streckentemperaturen von über 50 Grad und aufkommendem Wind in der Steiermark entwickelte sich das zweite Freie Training zum Großen Preis von Österreich am Freitag zur nachmittäglichen Rennzeit auf einmal zur Risikofahrt. Zuerst erwischte es Verstappen, unmittelbar nach der Streckenfreigabe verlor Bottas die Kontrolle über sein Auto. Via Funk erkundigte sich Vettel prompt: „Ist er okay?“
Vettel kann Crash verhindern
Nach einer weiteren Unterbrechung und der erneuten Freigabe kam dann Vettel in seinem Ferrari vom Kurs ab. Der viermalige Weltmeister aus Deutschland konnte einen Einschlag wenigstens vermeiden und seinem Team eine Zusatzschicht bei 30 Grad ersparen. Die Reifen waren nach der Rutschpartie aber dahin, Vettel tuckerte erstmal zurück in die Box.

Bedient: Max Verstappen. © APA / GEORG HOCHMUTH


Im Klassement blieb dem Deutschen letztlich nur der achte Platz. Am Morgen hatte er in den ersten – unfallfreien – anderthalb Stunden zur Vorbereitung auf das Rennen an diesem Sonntag (15.10 Uhr) noch den zweiten Platz belegt. Vettel war nur 0,144 Sekunden langsamer gewesen als Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes bei dessen Tagesbestzeit. „Das war ein recht sauberer Tag“, kommentierte Hamilton sein Training und schwärmte von den Kurvengeschwindigkeiten. Er warnte aber: „Ferrari und Red Bull sind recht schnell. Es wird eng, aber das mag ich.“
Leclerc im zweiten Training am Schnellsten
Der britische Dominator gab sich am Nachmittag mit dem vierten Rang zufrieden. Er und Bottas waren allerdings auch auf härteren Mischungen unterwegs als beispielsweise Vettels Teamkollege Charles Leclerc, der in den zweiten 90 Minuten der Schnellste war. Platz zwei ging immerhin noch an Bottas, der feststellte: „Bevor ich den Abflug hatte, hatte ich ein ziemlich gutes Gefühl.“ Auf Rang drei folgte Pierre Gasly im zweiten Red Bull.

Wie aussagekräftig die Rangfolge war, blieb schwer zu beurteilen. Deutlich wurde aber, dass der kurze Kurs mit seinen zehn Kurven auf 4,318 Kilometern für Überraschungen gut ist. Zumal der heiße Asphalt die Reifen beim Rennen erst recht rannehmen wird.

Autor: dpa/det

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