5 Formel 1

Max Verstappen rast dem nächsten WM-Titel entgegen. © APA/afp / ATTILA KISBENEDEK

Von 10 auf 1: Verstappen auf dem Weg zum nächsten WM-Titel

Max Verstappen kann nach seinem Premierensieg beim Grand Prix von Budapest in den Formel-1-Ferien schon vom zweiten WM-Triumph träumen.

An einem weiteren Tag zum Vergessen für seinen ärgsten Verfolger Charles Leclerc und Ferrari raste der niederländische Weltmeister in seinem Red Bull von Startplatz zehn zu seinem insgesamt 28. Grand-Prix-Sieg. In einem für den Hungaroring ungewöhnlich ereignisreichen und spannenden Rennen kam der zeitweise führende und dem Sieg scheinbar entgegen fahrende Leclerc nicht mal auf den zweiten Platz. Dort landete Rekordweltmeister Lewis Hamilton vor seinem Mercedes-Teamkollegen George Russell, der von der Pole gestartet war.


Lerclerc, vor einer Woche noch am Boden zerstört nach seinem Aus in Frankreich nach einem Fahrfehler, kam nach einer Reifenposse der Scuderia nicht über Platz sechs hinaus. Der Rückstand von nun 80 Punkten auf Verstappen wird ihn auch in der vierwöchigen Sommerpause verfolgen. „Was für ein Rennen, wer hätte das gedacht?“, sagte der Niederländer über Funk. Sein Teamchef Christian Horner meinte: „Besser kann man eine Sommerpause nicht beginnen.“

Zwei Mercedes am Podest
Beim Rennstart verteidigte Russell die erste Pole seiner Karriere. Der 24 Jahre alte Brite bekam aber umgehend Druck von hinten, Leclerc schnappte sich erst seinen Teamkollegen Sainz, dann attackierte der Monegasse Russell. Aber ohne Erfolg. Hamilton machte fix zwei Plätze gut und schob sich im zweiten Silberpfeil auf Rang fünf vor, Verstappen lag nach der verkorksten Qualifikation mit einem Antriebsdefekt und Platz zehn nach den ersten Runden auf Rang sieben – Tendenz steigend, und wie!

Lewis Hamilton zeigte ein starkes Rennen und wurde 2. © APA/afp / ATTILA KISBENEDEK


Mittlerweile hatte auch Sainz Leclerc wieder überholt und sich auf die Verfolgung von Russell gemacht. „Die Ferrari-Strategie ist immer für Überraschungen gut“, hatte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko vor dem Rennbeginn bereits geunkt. Nach dem Leclerc-Desaster von Frankreich mit seinem Abflug in Führung liegend nach einem Fahrerfehler hätte der WM-Verfolger erst recht jeden Punkt gebrauchen können.
Ferrari enttäuscht
Russell würde mit den soften Autos früher reinkommen müssen zum Reifenwechsel als die beiden Ferraris, einen Vorsprung konnte er sich nicht wirklich herausfahren. „Keine Ahnung“, hatte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vorm Rennen zum möglichen Verlauf gesagt. Das Rutschen mit den weichsten Reifen wurde auch für Russell immer größer, dahinter gab Leclerc seiner Box zu verstehen, dass er seiner Ansicht nach schneller sei als Teamkollege Sainz.

Charles Leclerc wurde nur 6. © ANSA / Zsolt Czegledi


Ferrari regelte es auf seine Weise: Sainz kam direkt nach Russell zum Reifenwechsel rein, es dauert aber mit 3,7 Sekunden recht lang. Leclerc fuhr umgehend an der Spitze einen deutlichen Vorsprung heraus, ehe auch er in die Box abbog. Zurück auf der Strecke hatte Leclerc aber Russell wieder vor, dafür aber Sainz hinter sich. Danach folgte schon Verstappen. Die Aufregung nach einem Funkspruch wie am Vortag wegen eines Defekts legte sich erstmal wieder, der Niederländer näherte sich immer mehr dem Podium. Und sogar einem Sieg.
Grand Prix von Budapest: Das Ergebnis

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH