
Sind sich nicht grün: Lewis Hamilton (links) und Carles Leclerc. © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA
Zoff: Bei Ferrari hängt der Haussegen schief
Bei Ferrari brodelt es nach dem turbulenten Großen Preis von Mexiko gewaltig. Im Mittelpunkt stehen Lewis Hamilton und Charles Leclerc, deren teaminterner Konflikt zunehmend für Unruhe sorgt.
04. November 2026
Von: dl
Nachdem es auf der Strecke zu einer umstrittenen Auseinandersetzung gekommen war, ließ Hamilton unmittelbar nach dem Rennen mit deutlichen Worten aufhorchen. Über seinen Teamkollegen sagte er: „Der Junge ist 28 Jahre alt, deshalb glaube ich nicht, dass es eine Frage des Alters, sondern vielmehr der Mentalität ist. Es ist, als würde man sagen: Entweder alles oder nichts. Entweder gewinne ich oder keiner von uns gewinnt.“ Die Aussagen verdeutlichen, wie angespannt das Verhältnis der beiden Ferrari-Piloten derzeit ist.
Mit einem Instagram-Beitrag legte Hamilton nun nach, auch wenn er Leclerc diesmal nicht direkt beim Namen nannte. Seine Botschaft war dennoch unmissverständlich: Die Interessen des Teams müssen über der persönlichen Rivalität stehen. Der siebenfache Weltmeister betonte, dass Zweikämpfe und gegenseitiges Fordern zwar zum Motorsport gehören, diese aber niemals zulasten des gesamten Teams gehen dürften. Gleichzeitig nahm er die Mechaniker und Ingenieure in Schutz, deren harte Arbeit durch interne Auseinandersetzungen nicht zunichtegemacht werden sollte.
„Der Junge ist 28 Jahre alt, deshalb glaube ich nicht, dass es eine Frage des Alters ist.“ Lewis Hamilton über Charles Leclerc
Für Ferrari wird es nun entscheidend sein, die Wogen zwischen den beiden Topfahrern zu glätten. Teamchef Frédéric Vasseur steht vor der schwierigen Aufgabe, die internen Spannungen unter Kontrolle zu bringen und den Fokus wieder auf den sportlichen Erfolg zu lenken. Hamilton stellte unterdessen klar, dass sein Vertrauen in Ferrari ungebrochen sei und er noch viel mit der Scuderia vorhabe. Doch eines ist klar: Wenn Hamilton und Leclerc ihre Rivalität nicht in den Griff bekommen, könnte der interne Konflikt für Ferrari zu einem ernsthaften Problem werden.
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