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Valentino Rossi hat noch nicht genug von der MotoGP. © APA/afp / JAVIER SORIANO

Mit 41 in der MotoGP: Valentino Rossi spricht über seinen Antrieb

Am vergangenen Wochenende wurde offiziell bestätigt, dass Valentino Rossi der MotoGP auch in der kommenden Saison erhalten bleibt. Nun hat der schier unermüdliche Italiener über seine Motivation gesprochen.

In der Saison 1996 absolvierte Rossi seine erste volle Saison in der Motorrad-WM (125er-Klasse) und seit 20 Jahren ist er in der Königsklasse (MotoGP) dabei und hat diese maßgeblich geprägt. „Es ist eine lange Zeit. Viele Fahrer sind deutlich jünger als ich, wenn sie aufhören. Vielleicht können die Fahrer der nächsten Generation davon etwas lernen und einfach weitermachen, wenn man auch schon etwas älter ist“, wurde Rossi von Motorsport Total zitiert.


Valentino Rossi kann auch im Alter von 41 Jahren um Spitzenplätze mitfahren. © APA/afp / LLUIS GENE


„Die Leidenschaft macht den Unterschied“
Valentino Rossi

Auf die Frage, woher er im stolzen Alter von 41 Jahren noch immer diese Motivation ziehe, sagte Rossi: „Ich entwickelte im Alter von zwei Jahren eine Leidenschaft für Motorräder. Diese ist weiter ungebrochen und macht am Ende den Unterschied. Mein Vater Graziano (er war in den späten 1970er-Jahren einer der besten Piloten in den Klassen 250 und 500 cm³ Anm. d. Red.) setzte mich sehr zeitig auf mein Motorrad und hatte viel Spaß daran zu sehen, ob es in einem Desaster endet und wie viel ich riskiere. Er war selber ein Fahrer und ich liebte es, ihn zu verfolgen. Dass ich so früh mit dem Kartfahren begonnen habe, war der Schlüssel für meine Karriere.“
Valentino Rossis Anfänge
Ab dem Alter von 14 Jahren fuhr Rossi Straßenrennmaschinen. Mit 16 Jahren wurde er bereits italienischer Motorrad-Straßenmeister in der 125er-Klasse auf Aprilia. Nur ein Jahr später fuhr Rossi für Aprilia eine 125 cm³ GP-Maschine in der 125er-Weltmeisterschaft und holte dort in Brünn seinen ersten Sieg.
Seit 2009 keinen WM-Titel mehr
Der neunmalige Motorrad-Weltmeister (sieben Mal in der MotoGP) verpasste zuletzt nach einem Sturz beim Grand Prix in Barcelona (er lag neun Runden vor Schluss auf Rang zwei) seine 200. Podiumsplatzierung in der Königsklasse. Im Gesamtranking spielt Rossi deshalb keine entscheidende Rolle mehr. Mit 58 Punkten liegt der Yamaha-Pilot auf Rang 11 – 50 Punkte hinter dem Führenden Fabio Quartararo, der genau halb so alt ist. „ Meine Meisterschaft ist hiermit beendet, ich habe einen riesen Bock geschossen“, sagte der enttäuschte Rossi im Anschluss an das Rennen.

„Vor allem heutzutage muss man in der MotoGP ein echter Athlet sein“
Valentino Rossi

Auch wenn er seit 2009 keinen WM-Titel mehr einfahren konnte, genieße Rossi grundsätzlich das Leben als Rennfahrer, das mit sehr viel harter Arbeit verbunden sei: „Man hat ein gutes Leben, steht aber auch stark unter Druck. Vor allem heutzutage muss man in der MotoGP ein echter Athlet sein. Man muss jeden Tag trainieren und einen gewissen Lebensstil haben. Doch für dieses Glücksgefühl, wenn man auf der Strecke fährt, zahlt sich der Aufwand aus.“

Autor: dl

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