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Valentino Rossi sorgt sich um seine Konkurrenzfähigkeit. © PIXATHLON/SID

Valentino Rossi und das nahende Karriereende

Er ist einer der besten Motorradfahrer aller Zeit und wohl der beliebteste den die höchste Rennserie je hatte. Mit 41 Jahren ist es für Valentino Rossi allerdings an der Zeit, ein Leben nach der Karriere auf heißem Asphalt zu planen – auch wenn ihm Corona hier einen Strich durch die Rechnung macht.

Seit 20 (!) Jahren fährt Valentino Rossi in der Königsklasse, der heutigen MotoGP. Inklusive der beiden darunterliegenden Serien hat er 9 Weltmeistertitel zu Buche stehen, mit 115 Siegen hat er sich an den legendären Rekordhalter Giacomo Agostini (122 Erfolge) herangepirscht. Als der „Dottore“ hat er darüber hinaus absoluten Kultstatus erlangt, rund um den Globus feiern ihn Millionen Fans und seine famose Nummer 46 ist längst ein Markensymbol. Tritt er ab, verliert der Motorradsport seine berühmteste und schillerndste Persönlichkeit.

Egal auf welchem Kurs gefahren wird, Valentino Rossi hat stets „Heimvorteil“ © APA/afp / TOBIAS SCHWARZ


Bis heute wischte Rossi alle Rücktrittsgerüchte mit schmetternden Kampfansagen zurück. In einem von seinem Team organisierten Live-Chat zeigt sich der Routinier aus Urbino nun aber sehr nachdenklich. „Meine Motivation und Lust zum Weitermachen sind groß, doch ich muss schauen, auf welchem Wettbewerbsniveau ich bin“, so Rossi, der um den Anschluss kämpft: „In der zweiten Jahreshälfte der vergangenen Saison war ich zu oft langsam und konnte nicht mit den 5 stärksten Piloten mithalten.“
„Das wäre keine schöne Art, meine Karriere zu beenden“
Valentino Rossi
Auch wenn sein bis dato letzter Grand-Prix-Sieg bereits knappe 3 Jahre zurückliegt und er letzthin nur mehr am Podium kratzen konnte, zählt Rossi noch immer zu den besten Fahrern im Feld. Deshalb stellt der Superstar klar: „Ich möchte nicht aufhören, ohne Rennen zu fahren. Das wäre keine schöne Art, meine Karriere zu beenden“.

Valentino Rossi möchte am liebsten auch 2021 angreifen. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Zur nächsten Saison übernimmt allerdings der junge Franzose Fabio Quartararo (21) Rossis Platz beim Yamaha-Werksteam. Über seine Zukunft will der Italiener „nach dem Neustart der WM entscheiden. Ich brauche dafür aber Zeit. Meine Absicht ist, auch 2021 dabei zu sein. Ich muss aber wissen, wie es mit dieser Saison weitergeht.“ Und hier macht ihm die Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung. „Vale“ will nämlich zunächst seine Konkurrenzfähigkeit testen und dann einen Entschluss fassen. Deshalb wäre es für ihn „ideal, diese Saison zu bestreiten und dann nach der nächsten Schluss zu machen. Niemand weiß jedoch, ob es 8, 10, 12 oder überhaupt einen Grand Prix geben wird.“

Bei all seiner Beliebtheit, seiner Klasse auf 2 Rädern und seiner Lust am Weitermachen, noch ist völlig unklar, wie es mit Valentino Rossi weitergeht. Fest steht nur: Der Tag wird kommen, an dem der ganz große Star Abschied nimmt – und der Motorradsport seine größte Persönlichkeit verliert.

Autor: fop

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