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Valentino Rossi grüßt seine Fans. Am Ende der Saison ist für ihn Schluss. © ANSA / DANILO DI GIOVANNI

Valentino Rossis bittersüßer Abschied

„Ich bin einfach gerührt“, das waren die Worte des sich auf Abschiedstour befindenden Valentino Rossi, unmittelbar nach seinem Heimrennen in Misano. Dieses verlief wiedermal ganz anders als geplant.

Francesco Bagnaia sorgte am Sonntag in Misano für ausgelassenen Jubel auf den Zuschauerrängen. Der Italiener nähert sich mit seinem zweiten Sieg in Folge weiter dem WM-Führenden Fabio Quartararo. Dabei war der Großteil der Zuschauer eigentlich wegen Valentino Rossi gekommen, doch dieser enttäuschte – zumindest auf der Strecke.


Der Dottore gilt mit seinen 9 Weltmeistertiteln als der beste Motorradfahrer aller Zeiten, er besitzt weit über Italiens Landesgrenze hinaus Kultstatus. Nach dieser Saison ist für Rossi Schluss, mit 42 Jahren. Sein letztes MotoGP-Jahr wird deshalb zum großen Schaulaufen. Egal, wo die WM Station macht, die gelben Fahnen und Shirts mit der legendären Nummer 46 sind entlang der Strecke allgegenwärtig – erst recht in Misano, das nur 13 Kilometer von Rossis Heimatort Tavullia entfernt liegt.

Nur allzu gerne hätten die Fans, die aus allen Herren Ländern angereist waren, einen Erfolg oder zumindest eine Podiumsplatzierung beim letzten Heimrennen des Altmeisters bejubelt. Das seine Aufholjagd vom 26. Startplatz an Position 17 endete, tat der Feierstimmung am „Misano World Circuit Marco Simoncelli“ am Ende aber keinen Abbruch. Und das lag nicht nur an Bagnaias Siegesfahrt, sondern auch an Rossi, der sich ordentlich feiern ließ.

„Nur die Leidenschaft für dem Motorsport treibt mich in solchen Momenten an“ Valentino Rossi

„Die letzten Runden waren extrem emotional. Ich habe immer wieder auf die Tribünen geblickt, da war alles gelb. Das war wirklich berührend“, so Rossi nach dem Rennen. Er fügte hinzu: „Vor deinen Leuten, deinen Fans zu fahren, ändert nochmal alles. Da haben alle Mühen wieder einen Sinn. Schade nur, dass ich nicht wirklich konkurrenzfähig war.“

Die Fans feiern Valentino Rossi seit Jahren – nicht nur, wie hier im Bild, in Misano. © ANSA / DANILO DI GIOVANNI


Um seinen Anhängern nochmal eine würdige Show zu bieten, hatte sich Rossi mächtig ins Zeug gelegt. Am Samstag kam er im Training und Qualifying sogar zwei Mal zu Sturz. „Ich habe im Rennen starke Fahrer wie Dovizioso, Oliveira und Morbidelli überholt und dachte eigentlich, ich wäre jetzt richtig vorne dran. Stattdessen stand mir dann Platz 17 zu Buche. Das ist schon hart“, erklärte Rossi nach dem Rennen. Mit einem leichten Schmunzeln fügte er hinzu: „Die Leidenschaft. Nur die Leidenschaft für dem Motorsport treibt mich in solchen Momenten an.“

Genau diese Leidenschaft wird Rossi auch in den verbleibenden letzten vier Rennen seiner Karriere antreiben. Und eine Chance hat er ja noch: Am 24. Oktober gastiert die MotoGP ein weiteres Mal in Misano – vielleicht sorgt Rossi dann doch für einen richtig süßen Abschied.


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