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Trümmer auf der Rennstrecke: Der Horror-Unfall endete tödlich. © ANSA / FERMO IMMAGINE CANAL+

Motorsport-Welt nach Huberts Tod unter Schock

Die Motorsport-Welt steht unter Schock. Auch die Formel 1 gedenkt dem tödlich verunglückten Formel-2-Piloten Anthoine Hubert vor dem Grand Prix von Belgien mit einer Schweigeminute.

Der 22 Jahre alte Franzose Anthoine Hubert war an den Folgen seiner lebensgefährlichen Verletzungen nach einem schlimmen Unfall am frühen Samstagabend noch an der Rennstrecke gestorben (SportNews hat berichtet).

Anthoine Hubert verunglückte tödlich. © PIXATHLON/SID


Der in den tödlichen Unfall verwickelte amerikanische Rennfahrer Juan Manuel Correa zog sich schwere Verletzungen zu. Wie am Sonntag auf der Internetseite des 20-Jährigen mitgeteilt wurde, erlitt Correa Brüche an beiden Beinen sowie eine leichtere Verletzung an der Wirbelsäule.
Correa auf Intensivstation
Correa wurde noch am Samstag in einem Krankenhaus im belgischen Lüttich operiert und befindet sich aktuell auf der Intensivstation. Sein Zustand sei stabil, hieß es weiter.

Bei dem Horror-Crash auf der Rennstrecke im Rahmen der Nachwuchsserie Formel 2 war Correa mit voller Geschwindigkeit in den querstehenden Wagen des Franzosen Anthoine Hubert gerast.

https://www.youtube.com/watch?v=hH6XRcB1guk



Nach dem schrecklichen Unfall-Tod des Motorsport-Talents war im Fahrerlager von Spa-Francorchamps nichts mehr wie zuvor. Für gewöhnlich herrscht um die Unterkünfte der Teams am Samstagabend ausgelassene Stimmung, doch nun gab es nur entsetzte Gesichter zu sehen.

Schweigen löste launige Gespräche ab, die Ohnmacht war für jeden spürbar. Der Horror-Crash des 22-Jährigen hat die gesamte PS-Szene geschockt und allen eindringlich vor Augen geführt, wie gefährlich der Sport ist.

Der schreckliche Unfall auf der Rennstrecke. © ANSA / FERMO IMMAGINE CANAL+

„Für mich ein Held“
„Alle diese Fahrer riskieren ihr Leben, sobald sie auf die Strecke gehen. Das muss mit mehr Ernsthaftigkeit anerkannt werden, denn das wird nicht getan“, schrieb Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton in einem emotionalen Post bei Instagram und fand starke Worte für den verunglückten Hubert: „Anthoine ist für mich ein Held, weil er dieses Risiko eingegangen ist, um seine Träume zu verwirklichen.“

Auf Twitter betonte Hamilton: „Gott schütze deine Seele Anthoine“.


In der Formel 1 selbst gibt es beim Rennen in Spa eine Schweigeminute. Das geht aus dem am Sonntagmorgen veröffentlichen neuen Ablaufplan für das Rennen in Spa-Francorchamps hervor. Die Schweigeminute ist für 14.53 Uhr geplant, der Große Preis startet planmäßig um 15.10 Uhr. Eine Absage oder Verschiebung des Rennens kam trotz der tragischen Ereignisse am Vortag nicht in Frage.
Großer Hoffnungsträger
Der in Lyon geborene Hubert galt als großer Hoffnungsträger des französischen Motorsports nach den Formel-1-erfahrenen Fahrern Pierre Gasly und Esteban Ocon. Im Vorjahr krönte sich Hubert zum Meister in der GP3 und war bereits Teil des Nachwuchsprogramms beim Formel-1-Team Renault. Es in die Königsklasse zu schaffen, war sein großer Traum – und durchaus realistisch.

Vor seinem letzten Rennen war er der bestplatzierte Neuling in der Formel 2. Das Talent konnte schon die Sprintrennen in Monaco und Frankreich gewinnen, lag als Rookie auf dem starken achten Rang der Gesamtwertung.
„Kann es nicht glauben“
„Ich kann es nicht glauben. Wir waren im gleichen Alter, wir haben zusammen mit dem Rennen angefangen und jahrelang auf der Strecke gegeneinander gekämpft“, twitterte Landsmann Ocon und postete ein gemeinsames Foto. Das tat auch Ferrari-Fahrer Charles Leclerc, der Formel-1-Teamkollege von Sebastian Vettel. „Ich kann es nicht glauben. Ruhe in Frieden“, postete der Monegasse bei Instagram.
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I can't believe it. Rest in peace.

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Autor: am/dpa/sid

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