A Radsport

Manuel Quinziato will so schnell wie möglich aufs Rad zurückkehren (Foto Gaiser) Auf Twitter postete der Bozner ein Foto von seinem lädierten Arm (Foto Twitter)

Manuel Quinziato: „Die WM will ich auf keinen Fall verpassen“

Der Bozner BMC-Radprofi wurde am Freitag im Zuge der Polen-Rundfahrt Opfer eines Rennunfalls, bei dem er sich zwei Brüche zugezogen hat. Der frischgebackene Italienmeister im Zeitfahren hofft aber sehnlichst, dass ihn diese Verletzung nicht allzulange von seinem Gefährt fernhält.


Manuel Quinziato, auf ihrem Twitter-Profil haben Sie ein Foto gepostet, auf dem Sie mit bandagiertem Arm zu sehen sind. Was ist passiert?

Bei der Polen-Rundfahrt wurde ich in einen Massencrash verwickelt, dabei kam ich zu Sturz und fiel mit der Schulter unglücklich auf den Boden. Dabei renkte sich das Gelenk aus und danach von alleine wieder ein. Am Montag habe ich in Madrid eine Magnetresonanz gemacht, wobei die Zeichen auf Operation standen. Die Ärzte sprachen von einer drei- bis viermonatigen Pause. Daraufhin legte mir mein Freund Samuel Sanchez die Konsultation einesasturianischen Arztes nahe. Dieser befand die Brüche als nicht sehr schwerwiegend und riet mir, den Arm für die nächsten drei Wochen mit einem Verband ruhig zu stellen.


Wie geht es jetzt weiter mit Ihnen?

Am Donnerstag werde ich nach Oviedo fahren, um diesen Arzt persönlich kennen zu lernen und danach über die weitere Vorgehensweise entscheiden zu können. In den letzten Tagen habe ich immer längere Spaziergänge gemacht, um wenigstens ein bisschen in Bewegung zu sein. Schmerzen habe ich keine, deshalb hoffe ich auch, dass die Heilungspause nicht lange ausfällt. Ich will nämlich unbedingt zur Weltmeisterschaft in Doha fit sein.


Ihr Kalender für die nächsten Wochen muss nach diesem Zwischenfall sicherlich angepasst werden…

Wettkampfmäßig nicht so sehr, da ich in dieser Zeit keine großen Rennen bestritten hätte. Ich hoffe, dass ich zur Eneco-Tour wieder fit bin und mindestens eines der beiden Trainingslager mit meinen BMC-Kameraden bestreiten kann. Ich hätte mich sehr gefreut, am Montag beim Zeitfahren der Polen-Rundfahrt mit dabei zu sein, da ich als Italienmeister mit dem eigens dafür angefertigten Trikot angetreten wäre. Doch ich habe gut daran getan, nicht mehr aufs Rad zu steigen und bin jetzt schon wieder voll fokussiert auf meine Rückkehr. Zu meinem Glück wird die Weltmeisterschaft heuer erst später als gewöhnlich ausgetragen.


Sie träumen von der Weltmeisterschaft in Doha im Oktober, doch die nächste große Radveranstaltung für Italien geht bei den Olympischen Spielen in Rio über die Bühne. Wie sehen Sie die Azzurri gerüstet?

Zu allererst bin ich natürlich sehr froh, dass beim Olympia-Team mit Caruso und De Marchi auch zwei meiner BMC-Kollegen dabei sind. Die Rennen in Rio sind sehr schwierig einzuschätzen, da jede Nation nur auf fünf Athleten zurückgreifen kann und es somit passieren kann, dass Angriffe schon sehr früh gestartet werden. Der italienische Teamchef hat mit seiner Wahl der Starter alles richtig gemacht, ich hoffe, dass sich Fahrer wie Nibali oder Aru in Szene setzen und vielleicht sogar eine Medaille holen.



Autor: sportnews

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210