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Manuel Quinziato freut sich auf Parigi-Roubaix (Foto De Waele/BMC) Die "Rad-Hölle": Der berüchtigte Wald von Aremberg

Manuel Quinziato: „Paris-Roubaix ist mein Rennen“

Am Sonntag ist es soweit: Die 111. Auflage des Radrennens Paris-Roubaix, eines der berühmtesten klassischen Eintagesrennen das zu den Monumenten des Radsports zählt, steht vor der Tür. Am Start ist auch Manuel Quinziato. Der Bozner Radprofi freut sich auf den Klassiker: „Ich bin bereits. Das ist mein Rennen“.

Ein Klassiker unter den Klassikern: Es wird nicht improvisiert, sondern gekämpft und geschwitzt und das vom ersten bis zum letzten Kilometer. Die „Reine des Classiques“ (französisch für Königin der Klassiker), wie das Eintagesrennen auch genannt wird, verzeiht den Athleten nichts und sollte einer von ihnen den falschen Tag erwischen, so kann es zum Alptraum werden.

In der Startliste scheint auch der Name des Bozners Manuel Quinziato auf, ein Routinier, wenn es darum geht, in die Rolle des „Wasserträgers“ zu schlüpfen und den Favoriten seiner Mannschaft den Weg zum Sieg zu ebnen. Beim französischen Eintagesrennen fühlt sich der 33-jährige Bozner zuhause. Er liebt diesen Klassiker. „Endlich ist es soweit. Paris-Roubaix ist mein Rennen, ich freue mich darauf. Ich laufe langsam zur Höchstform auf, aber erst am Sonntag wird sich zeigen, ob ich sie tatsächlich erreicht habe“, erklärt Quinziato. In Harelbeke fühlte sich der Radprofi des BMC Racing Team nicht gut, bei der Flandernrundfahrt spannte er, der Arbeiter, sich für seine Kameraden vom BMC-Team vor den Karren.


Cancellara, Phinney und der große Traum

Um bei der Paris-Roubaix Geschichte zu schreiben, müssen einige Regeln beachtet werden. „Am Ende des Waldes von Aremberg, muss man vorne mit den Besten dabei sein. Dann muss man noch einmal alles geben und auf das Glück hoffen. 2011 kam ich als zweiter aus dem Wald in der Gruppe mit Van Summeren, der damals allen davon fuhr und das Rennen klar gewann. In diesem Jahr steht Cancellara zwei Stufen höher als alle anderen. Das BMC Team setzt auf Phinney, aber jeder von uns hat eine Chance. Wir sind eine Spitzenmannschaft, aber trotz der guten Ergebnisse erwartet sich jeder von unserem Team noch ein wenig mehr. Ich will vor allem einen großartigen Tag erleben. Und dann werden wir ja sehen, was passiert. Ich bin gelassen, konzentriert und weiß wie ich mit dem Leistungsdruck umzugehen habe”, so Quinziato weiters.

Es fehlen Sagan und Boonen, aber trotzdem erwartet die Zuschauer auch in diesem Jahr ein spannendes Rennen. Alle machen Jagd auf Cancellara. „Um ihn zu besiegen, müssen alle von Beginn an kämpfen und intelligent handeln“, nimmt der Südtiroler abschließend Bezug.

Das Rennen am Sonntag rückt immer näher: Manuel Quinziato kann es kaum erwarten sich sein rot-schwarzes Trikot überzustreifen, sich auf sein Rennrad zu schwingen und für Überraschung zu sorgen. Und wer weiß, vielleicht gelingt ihm ja der ganz große Coup.

Autor: sportnews

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