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Superbike-Rekordsieger Hector Leonardo Paez Leon. © PM / YAK Agency

Dolomiti Superbike: Was bisher geschah

Wenige Tage vor dem 27. Dolomiti Superbike am kommenden Samstag stellt sich einmal mehr die Frage, ob sich ein neues Gesicht in die Annalen des prestigeträchtigen Mountainbike-Marathons eintragen wird, oder ob doch ein Altbekannter zuschlagen wird. Grund genug, um einen Blick in die Geschichtsbücher zu werfen und die erfolgreichsten Fahrer und Nationen seit der Erstaustragung im Jahre 1995 zu beleuchten.

Wenn man die Nationalitäten der Sieger genauer unter die Lupe nimmt, dann sticht meistens die grün-weiß-rote Flagge von Italien ins Auge – bei den Herren gleich 40 Mal. Kein Wunder, erfreut sich der Dolomiti Superbike im Stiefelstaat und in der Gastgeberregion Südtirol größter Beliebtheit. Dennoch gibt es die ein oder andere Überraschung zu sehen. Auf Platz 2 befindet sich bei den Männern nämlich Kolumbien mit vier Siegen.


Das ist zum größten Teil der Verdienst von einem der Rekordsieger: Hector Leonardo Paez Leon hat die über 100 Kilometer lange Marathon-Distanz bereits drei Mal für sich entschieden. 2006, als der Dolomiti Superbike parallel auch eine Etappe des UCI Weltcups war, 2016 und vor einem Jahr. Mit drei Siegen auf der längsten Strecke teilt er sich den Titel als Rekordsieger mit dem Schweizer Urs Huber und dem Italiener Mauro Bettin. Huber hat in den Jahren 2008, 2010 und 2011 auf dem höchsten Treppchen gestanden und wird auch heuer wieder auf die Jagd nach dem vierten Titel gehen. Bettin war hingegen in den Jahren 2000, 2001 und 2002 der Marathon-Gewinner.

Dabei gibt es einen Mountainbiker, der öfter als die drei gewonnen hat. Es handelt sich um Massimo De Bertolis. Der Italiener hat die Ziellinie des Dolomiti Superbike insgesamt fünf Mal als Erster überquert, einmal auf der Marathon-Distanz und vier weitere Male auf der 60 Kilometer langen Strecke des MTB-Klassikers. Bei letzterem ist er der alleinige Rekordhalter. Der aus dem Veneto stammende Mountaibiker ist auch heuer wieder am Start und peilt seinen sechsten Dolomiti-Superbike-Triumph an. Neben De Bertolis gibt es noch einen Athleten, der sowohl den Marathon als auch den Klassiker gewinnen konnte. Der heißt Klaus Fontana und kommt aus Olang. 2007 entschied er die lange Strecke für sich, 2010 dann die kurze. Auch der Pusterer ist heuer wieder am Start.

Eine Britin sticht bei den Damen heraus
Auch bei den Damen ist Italien die mit Abstand stärkste Nation mit 30 Erfolgen. Acht Mal jubelte beim Dolomiti Superbike eine Schweizerin, je fünf Mal dann Deutschland und Österreich. Mit vier Siegen – alle auf der Marathon-Distanz – befindet sich Großbritannien auf dem fünften Platz. Alle vier hat die gleiche Frau eingeheimst: Sally Bigham war in den Jahren 2012, 2013, 2014 und 2016 für keine Konkurrentin zu halten. „Iron Sally“, wie sie auf der Insel und unter Mountainbike-Kennern genannt wird, ist damit die Rekordsiegerin bei den Damen.

Drei Dolomiti-Superbike-Siege hat die Italienerin Maria Canins vorzuweisen. Sie war bei der Premiere im Jahre 1995 die Schnellste beim Marathon und verteidigte ihren Titel auch im Folgejahr. 2002 legte sie dann den Triumph beim Klassiker nach. Neben der Schweizerin Anita Steiner (2002 den Marathon, 2007 den Klassiker) ist Canins die Einzige, die auf beiden Distanzen erfolgreich war.
Das sind die großen Namen dieses Jahr
Die 27. Ausgabe des Dolomiti Superbike wird an diesem Samstag, 9. Juli ausgetragen. Dann werden sich wieder Tausende Mountainbikerinnen und Mountainbiker auf ihre Sattel schwingen. Einige große Namen der Szene haben sich bereits eingeschrieben, mehrere von ihnen haben auch schon zumindest einmal gewinnen können. Bei den Herren muss man die Cross-Country-Olympiasieger Jaroslav Kulhavý und Miguel Martinez sowie den amtierenden Marathon-Europameister Fabian Rabensteiner – er hat 2015 den Klassiker für sich entschieden – im Auge behalten. Ebenso gespannt sein darf man auf Tiago Ferreira, den Gewinner des Marathons im Jahre 2015. Der Portugiese gilt als einer der großen Stars der Szene. Erneut gewinnen könnten außerdem der Österreicher Alban Lakata (Marathon 2012) und Stosek (2019). Bei den Damen sind aller Augen auf die Gewinnerin des Jahres 2017, die Litauerin Katazina Sosna, gerichtet.

Nationenwertung Herren:
1. Italien: 40 Siege (14x Marathon, 23x Klassiker, 3x 28km-Kurzdistanz)
2. Kolumbien: 4 (3x Marathon, 1x Klassiker)
3. Deutschland: 3 (1x Marathon, 1x Klassiker, 1x 28km-Kurzdistanz), Schweiz: 3 Siege (3x Marathon)
4. Österreich: 2 (2x Marathon), Tschechien (2x Marathon)
5. Frankreich, Griechenland, Portugal, Russland, Belgien: alle 1
Nationenwertung Damen:
1. Italien: 30 Siege (6x Marathon, 20x Klassiker, 4x 28km-Kurzdistanz)
2. Schweiz: 8 (7x Marathon, 1x Klassiker)
3.Deutschland: 5 (5x Marathon), Österreich: 5 Siege (3x Marathon, 2x Kurzdistanz)
4.Großbritannien: 4 (4x Marathon)
5.Norwegen, Finnland, Ukraine, Litauen: alle 1

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