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Der Kolumbianer (vorne) setzt sich erst im Schlussspurt gegen den Italiener Samuele Porro durch. © Newspower.it

Ein Weltmeister erobert den Vinschgau

Der Ortler-Bike-Marathon steht im Zeichen des Kolumbianers Leonardo Paez, der „endlich“ im Vinschgau gewinnt. Fabian Rabensteiner wird starker Dritter. Bei den Frauen gewinnt Claudia Peretti vor Sandra Mairhofer. Erfolg auch für Klaus Fontana über die kürzere Distanz.

„Oh gloria inmarcesible! O gloria inmarcescible!“, so lauten Titel und Refrain der kolumbianischen Nationalhymne, die heute auf dem Podium des 6. Ortler Bike Marathons erklungen ist. Das Parterre von Graun im Vinschgau trug die Farben des Regenbogens, als der zweifache Marathon-Weltmeister Hector Leonardo Paez Leon von Soudal Lee Cougan, der sich dank eines unwiderstehlichen Zielsprints hauchdünn gegen Samuele Porro durchsetzen konnte.


Bei idealen Radsporttemperaturen machten sich die Elite-Athleten um Punkt 8 Uhr auf die 111 Kilometer und 3.905 Höhenmeter lange Strecke durch das Vinschgau. Nach einer Stunde und 40 Minuten Renndauer, lag in Burgeis ein Mann alleine an der Spitze, nämlich der Belgier Wout Alleman, gefolgt vom Deutschen Sascha Weber, dem österreichischen Staatsmeister Daniel Geismayr und den Brüdern Nicolas und Lorenzo Samparisi. Am zweiten Anstieg kam die siegbringende Attacke des Kolumbianers Paez, der zusammen mit Porro sich aus der Gruppe abzusetzen. Auf den verbleibenden Kilometern wechselten sich die beiden Ausreißer regelmäßig in der Führungsarbeit ab und bei Kilometer 90 wuchs ihr Vorsprung auf den unmittelbaren Verfolger Fabian Rabensteiner.

Heißes Duell um den Sieg
Der Kampf um den Sieg war nun auf zwei Fahrer reduziert und die Zuschauer wurden Zeugen eines phänomenalen Sprints, bei dem sich Leonardo Paez durchsetzen konnte. Zum ersten Mal in seiner Karriere gewann er den Ortler Bike Marathon in 4:49:08 Stunden. Der Kolumbianer bedankte sich beim Organisator und sagte im Siegerinterview: „Es ist sehr anstrengend, und am Anfang musste ich mit meiner Energie haushalten. Das Tempo war sehr hoch und ich wusste, dass ich bis Glurns abwarten und nachher am längsten Anstieg attackieren muss. Schließlich bin ich mit Samuele (Porro) weggekommen und haben gut zusammengearbeitet.“

Das Podest der Männer v.l.n.r.: Samuele Porro, Leonardo Paez und Fabian Rabensteiner. © Newspower.it

Der knapp geschlagene Samuele Porro aus Como hatte im Zielsprint mit Krämpfe im Oberschenkel zu hadern. Der amtierende italienische Marathonmeister Fabian Rabensteiner stand als Dritter auf dem Podium damit ein äußerst erfolgreiches Mannschaftsergebnis: „Am Anfang habe ich mich gut gefühlt, aber nach der Hälfte des Rennens habe ich gemerkt, dass mir die Frische fehlt. Ich habe in letzter Zeit viel in der Höhe trainiert und wusste nicht, wie meine Form einzuschätzen ist. Bei den letzten Anstiegen habe ich alles gegeben und konnte meinen dritten Platz verteidigen“. Daniel Geismayr rundete als Vierter ein äußerst erfolgreiches Mannschaftsergebnis für das Team Wilier-Pirelli-Factory ab, welches die Positionen zwei bis vier belegte.
Sandra Mairhofer kämpft lange um den Sieg
Auch bei den Damen gab es ein Duell zwischen Claudia Peretti und der Taistnerin Sandra Mairhofer. Die Beiden konnten sich bei Hälfte des Rennens absetzen und machten den Sieg unter sich aus. Claudia Peretti (Olympia Team) hatte das bessere Ende und kam als Solistin ins Ziel. „Es war wirklich sehr knapp, ich bin mehr als die Hälfte des Rennens mit Mairhofer gefahren und erst im letzten Teil des Rennens konnte ich mich entscheidend absetzen.“, sagte die Gewinnerin.

Auf der kürzeren Distanz über 69 Kilometer siegte der Olanger Routine Klaus Fontana, während die Deutsche Sarah Marquardt bei den Frauen triumphierte. Auf der 46 Kilometer langen Classic-Strecke siegte der Deutsche Triathlet Hannes Spahn und die Schweizerin Letizia Strimer. Den Sieg über die 29 Kilometer-Kurzdistanz holte Tobias Zaros und Anna Schmidt.

Klasse zweiter Platz für Sandra Mairhofer aus Taisten.

Gerald Burger, Präsident des Organisationskomitees, zog eine positive Bilanz: „Wir sind sehr zufrieden, die Athleten haben uns bestätigt, dass bei den vier Strecken für jeden etwas dabei war und ihnen der Neustart in Reschen gefallen hat. Es gab keine Unfälle, das Wetter war perfekt und der Sieger der Marathonstrecke war ein Weltmeister. Mehr kann man sich nicht wünschen! Ich möchte mich bei allen Sponsoren und Freiwilligen bedanken.“

800 Teilnehmer waren beim 6. Ortler-Bike-Marathon am Start. Mehr als 500 Freiwillige Helfer machten das Großereignis möglich.

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