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Ein starkes Team (v. l.): Lechner, Pendrel, Rochette & Nash (Foto: Clif-Team)

Eva Lechner startet mit den Besten der Welt in die neue Saison

Das beste Team der Welt. So die Botschaft. Eva Lechner aus Südtirol ist Teil dieses Teams. Und damit Teil einer Vision, die schon Realität ist.

„Gerne wäre ich noch ein paar Tage in meiner Heimat geblieben“, so Eva Lechner vor ihrem Abflug nach Gran Canaria. Die Eppanerin in Diensten des US-Teams Clif liebt ihr Umfeld und die Berge. Doch der Arbeitsalltag will es anders: Als Vorbereitung auf die kommende MTB-Saison im Cross-Country geht es für Lechner in ein zweiwöchiges Trainingscamp. Nach einem schwierigen Jahr hat die 31-jährige Überetscherin ihren Fokus voll auf die neue Saison gerichtet: „2016 war mühsam, ich hatte immer wieder Probleme, den richtigen Tritt zu finden.“ Olympia in Rio war für Lechner ein weiterer Moment der Anspannung. Dort kämpfte die Südtirolerin, gab alles. Am Ende fast zu viel. Es folgten Wochen der Regeneration, um wieder Kraft und Motivation zu tanken.

In das internationale Renngeschehen kehrte Eva Lechner Ende des vergangenen Jahres zurück. Und das wie: Mit einem fulminanten zweiten Platz im Cross-Weltcup in Namur (Belgien). Das Rennen gewann ihre tschechische Teamkollegin Katerina Nash. Nash, Jahrgang 1977, war zunächst eine talentierte Skilangläuferin, ehe sie zum Radsport wechselte. Dort ist die ehemalige Wintersportlerin noch erfolgreicher, als in der Loipe. Mehrfache Meisterin ihres Landes im Cyclocross und auf dem Mountainbike, Weltcupsiegerin, Bronze bei der Cross-WM in Luxemburg und aktuell Zweite in der Cross-Weltrangliste sprechen eine klare Sprache.


Das Team Clif hat 2017 viel vor

„Drei unter den besten Sechs“, titelte das US-Team Clif nach den Cross-Weltmeisterschaften im luxemburgischen Bieles Ende Januar. Gemeint waren neben der drittplatzierten Katerina Nash noch die junge Kanadierin Maghalie Rochette als WM-Fünfte, gefolgt von Eva Lechner auf Rang sechs.

Rochette war, ebenso wie Nash, in ihrer Sportkarriere schon auf Skiern unterwegs. Die erst 22-jährige gilt als enormes Talent, praktizierte zunächst Triathlon und besticht durch ihre jugendliche Begeisterung im Team. Auch Eva Lechner ist fest davon überzeugt, dass von Rochette in Zukunft noch viel zu hören sein wird.

Den Reigen der Besten schließt Rochettes Landsfrau Catharine Pendrel. Mit Jahrgang 1980 ist Pendrel um einiges älter und um gewichtige Erfolge reicher. Die Kanadierin ist mehrfache Weltcupgesamtsiegerin im Cross Country und in dieser Disziplin auch Dritte bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio. Für die laufende Saison ist das Aufgebot also fix und es gilt sie zu schlagen: Catharine, Eva, Katerina und Maghalie. Ganz viel Kanada, gepaart mit Tschechien und Südtirol.


Quelle: Josef Bernhart

Autor: sportnews

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