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Gerhard Kerschbaumer ist Italienmeister. © michalcerveny

Kerschbaumer erneut auf Italiens Thron

Gerhard Kerschbaumer hat am Samstag in Gsies den großen Favoriten Luca Braidot sensationell besiegt und den vierten Italienmeistertitel seiner Karriere gewonnen.

Vor dem Rennen im Gsiesertal lautete das Motto: Alle gegen Luca Braidot. Der 31-Jährige hatte zuletzt nämlich eine überragende Form bewiesen, als er in Lenzerheide (Schweiz) und Vallnord (Andorra) zwei Weltcupsiege in Folge einfuhr. Kerschbaumer erlitt in Andorra – nachdem er mit dem starken neunten Platz in Lenzerheide aufgezeigt hatte – hingegen einen Rückschlag und belegte nur den 18. Rang. Die Rollen waren also klar verteilt.


Im Rennen bildete sich schnell eine aus Luca Braidot, Daniele Braidot, Juri Zanotti und Kerschbaumer bestehende Spitzengruppe. Zwei Runden vor dem Ende zog der haushohe Favorit das Tempo an, doch der Verdingser blieb ihm dicht auf den Fersen. Noch mehr: Nachdem Kerschbaumer die Attacke von Braidot zunichte gemacht hatte, setzte er seine Konkurrenz unter Druck – und distanzierte sie auf der letzten Runde. Keiner konnte dem Tempo des 31-Jährigen folgen, der somit den vierten Italienmeistertitel bejubelte. Dahinter schnappte sich Zanotti mit acht Sekunden Rückstand Rang zwei, Braidot musste sich mit dem dritten Platz begnügen (+ 51 Sekunden).

Die Juniorinnen überzeugen
Südtirols Mountainbike-Fahrerinnen hatten sich in der Elite-Kategorie unterdessen viel vorgenommen – vor allem die Gsieserin Greta Seiwald, für die es ein wahres Heimrennen war. Letzten Endes erlebten die heimischen Athletinnen jedoch eine Enttäuschung.

Eva Lechner hatte im Vorjahr in Bielmonte den Italienmeistertitel gewonnen, am Samstag wollte sie diesen verteidigen. Die Favoritin war jedoch eine andere: Martina Berta, die zuletzt beim Weltcup in Lenzerheide und Vallnord stets in die Top-10 gefahren war. Seiwald, die im Short Track etwas höher einzuschätzen ist, wollte hingegen Beweisen, dass sie auch im Cross-Country für eine Spitzenplatzierung gut ist.

Greta Seiwald erlebte bei ihrem Heimrennen einen rabenschwarzen Tag. © mmondini


Die guten Vorsätze konnten die beiden Südtirolerinnen jedoch nicht in die Tat umsetzen. Seiwald war nach der zweiten Runde zur Aufgabe gezwungen, während Lechner einen Rückstand von fast acht Minuten aufriss, aber immerhin Vierte wurde. Vorne schnappte sich die 24-jährige Berta in einer Zeit von 1:14.37 Stunden souverän den Titel. Chiara Teocchi freute sich über Rang zwei (+ 5.31 Minuten), Giorgia Marchet komplettierte das Podest (+ 6.52).

Grund zur Freude hatte hingegen Sophie Auer bei den Juniorinnen. Die 18-Jährige führte zwischenzeitlich das Rennen sogar an, wurde schlussendlich aber starke Dritte. Sie musste sich nur Valentina Corvi und Lucrezia Braida geschlagen geben. Alexandra Hanni freute sich als zweitbeste Südtirolerinnen über Platz fünf. Ein exzellentes Rennen zeigte auch Noemi Plankensteiner in der U23-Kategorie. Sie belegte genauso wie Auer Rang drei. Giada Specia kürte sich zur neuen Italienmeisterin, Sara Cortinovis wurde Zweite. Julia Graf zog sich mit dem siebten Rang ebenfalls gut aus der Affäre.

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