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Julian Alaphilippe gewinnt das WM-Straßenrennen in Imola © SID / MARCO BERTORELLO

Alaphilippe lässt Emotionen nach WM-Coup freien Lauf

Als die französische Nationalhymne erklang, flossen bei Julian Alaphilippe auf dem Podium Tränen der Freude. Nach seiner Galavorstellung beim Sieg im WM-Straßenrennen bei den Radsport-Titelkämpfen in Imola wurde der 28-Jährige von seinen Emotionen übermannt.

„Im Moment ist es wirklich schwer, etwas zu sagen, ich möchte mich einfach bei all meinen Teamkollegen bedanken, die heute wirklich an mich geglaubt haben“, sagte der neue Träger des Regenbogentrikots.

„Es war ein Traum meiner Karriere“, schwärmte Alaphilippe, der den nicht angetretenen Titelverteidiger Mads Pedersen aus Dänemark als Weltmeister ablöste. „Ich bin mit viel Ehrgeiz hierher gekommen. Es ist einfach ein Traumtag für mich. Schon einige Male war ich so nah dran, aber ich war noch nie auf dem Podium.“

Sein Vater Jacques Alaphilippe, den alle nur „Jo“ nannten, war am 27. Juni, dem Tag des ursprünglich geplanten Tour-Starts, im Alter von 80 Jahren verstorben. Ihm hatte „Loulou“ den fünften Tour-Etappensieg auf der zweiten Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt Ende August gewidmet.

Im kräftezehrenden WM-Rennen am Sonntag griff Alaphilippe am letzten Anstieg am Cima Galisterna an und ließ die Konkurrenz um den deutschen Hoffnungsträger Maximilian Schachmann (Berlin), der Neunter wurde, 17 km vor dem Ziel stehen. In typischer Alaphilippe-Manier fuhr er seine Soloshow vor dem belgischen Allrounder Wout van Aert und der Schweizer Tour-Entdeckung Marc Hirschi auf den letzten Metern im legendären Autodromo Enzo e Dino Ferrari souverän zu Ende.
Kurz vor der Ziellinie begriff der Publikumsliebling der Grande Nation das Erreichte. Es war die erste französische Goldmedaille in einem WM-Straßenrennen seit Laurent Brochard 1997 im spanischen San Sebastian: Alaphilippe schloss seine Augen, hielt seine Hände vor sein Gesicht, genoss den Moment, um dann seine seine Arme zum Feiern gen Himmel zu recken.

Autor: sid

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