E Rennrad

Dorothea Wierer passierte als strahlende Zweitplatzierte die Ziellinie. © Manuel Glira

Ausnahmekönner und Prominenz: Die „Maratona“ beeindruckt erneut

Bei der legendären Maratona dles Dolomites kletterten am frühen Sonntagmorgen 9.236 begeisterte Hobbysportler aus 68 Nationen aufs Rad. Die 32. Ausgabe des international bekannten Radmarathons steht unter dem Motto „Gleichgewicht“.

Der umjubelte Sieger der 32. Maratona dles Dolomites war Tommaso Elettrico, der die Königsdistanz über 138 Kilometer und 4.230 Höhenmeter zum zweiten Mal in Folge für sich entschied. Er fuhr die Dolomitenpässe Campolongo, Sella, Pordoi, Grödner Joch, Giau und Falzarego/Valparola in 4:38,13 Stunden ab und verwies Igor Zanetti und Paolo Castelnovo mit fast einer Minute Vorsprung auf die Plätze zwei und drei. „Seit April habe ich von meinem zweiten Sieg geträumt. Jetzt ist es Realität und ich kann es noch gar nicht glauben. Das ist ein großer Tag für mich“, erklärte Elettrico nach seiner Zielankunft.

„Das ist ein ganz großer Tag für mich“
Den längsten Bewerb der Frauen gewann Christina Rausch aus Deutschland in 5:19,03 Stunden vor der Italienerin Ilaria Lombardo. Auf der Mitteldistanz, jener über 106 Kilometer, jubelten indessen Annalisa Prato und Matteo Cipriani, der den Zielsprint gegen Francesco Avanzo für sich entschied.

Nicolussi-Leck gewinnt die Kurzdistanz

Einen Südtiroler Sieg gab es beim 55-Kilometer-Rennen der Frauen zu bejubeln, das die Pustererin Vera Nicolussi-Leck in beeindruckender Manier für sich entschied. Sie stoppte die Zeitnehmung bei 2:29,12 Stunden. Bei den Männern gewann hingegen Davide Ferrari aus der Lombardei

Radsportler von allen fünf Kontinenten tingelten die Dolomitenpässe hoch. © Manuel Glira

Wie mittlerweile üblich gaben sich auch viele internationale Stars im Gadertal ein Stelldichein. So haben sich neben der spanischen Rad-Legende Miguel Indurain , Italiens Rad-Teamchef Davide Cassani und Langlaufstar Federico Pellegrini auch der ehemalige Juventus-Stürmer Fabrizio Ravanelli und Handbiker- und Automobilrennfahrer Alex Zenardi aufs Rad schwingen.

Wierer besticht mit Platz 2

Auch einige Südtiroler Stars nutzten die Maratona dles Dolomites als Trainingsmöglichkeit oder einfach nur als willkommene Abwechslung. Die beste Vorstellung von ihnen lieferte Biathletin Dorothea Wierer. Die mehrfache Olympiamedaillengewinnerin aus Rasen bewältigte die 55-Kilometer-Distanz in zweieinhalb Stunden und musste sich am Ende nur Siegerin Nicolussi-Leck geschlagen geben.

Neben Wierer, waren auch die Skiasse Christof Innerhofer, Manuela und Manfred Mölgg, sowie Biathlet Dominik Windisch am Start. Auch der erst kürzlich zurückgetretene HCB-Kapitän Alexander Egger, Langstreckenläufer Hermann Achmüller und Handbiker Roland Ruepp hatten gemeldet.

Motto: Gleichgewicht

Jedes Jahr hat die Veranstaltung ein anderes Motto. In den letzten Jahren lauteten diese unter anderem „Liebe“, „Reise“ oder „Vergebung“. Diesmal dreht sich alles um das „Gleichgewicht“, ladinisch „ecuiliber“. Die Organisatoren um OK-Chef Michil Costa haben sich dafür entschieden, weil „unsere geliebten Gebirgspässe, unsere geliebten Dolomiten, die uns allen gehören, die wir hier wohnen und die Schönheit dieser Berge genießen, mehr Gleichgewicht brauchen“, so der Organisator.

Die Podestplätze der 32. Maratona dles Dolomites:

138 km Männer
1. Tommaso Elettrico 4:38:13,4 Stunden
2. Igor Zanetti 4:39:04,0
3. Paolo Castelnovo 4:39:04,1

138 km Frauen
1. Christina Rausch 5:19:03,5 Stunden
2. Ilaria Lombardo 5:22:58,6
3. Martha Maltha 5:32:27,0

106 km Männer
1. Matteo Cipriani 3:29:09,9 Stunden
2. Francesco Avanzo 3:29:10,2
3. Dario Giovine 3:32:11,7

106 km Frauen
1. Annalisa Prato 4:05:39,0 Stunden
2. Olga Cappiello 4:15:50,0
3. Laura Cosentino 4:17:31,6

55 km Männer
1. Davide Ferrari 1:55:31,1 Stunden
2. Rien Coertjens 1:57:52,5
3. Fabio Siviero 1:59:38,3

55 km Frauen
1. Vera Nicolussi-Leck 2:29:12,5 Stunden
2. Dorothea Wierer 2:29:59,1
3. Beatrice Tonini 2:38:41,9

Autor: fop

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