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Koen Bouwman jubelte über seinen ersten Etappensieg beim Giro d'Italia. © APA/afp / LUCA BETTINI

Giro: Außenseiter setzt sich durch

Auf der 7. Etappe des Giro d'Italia gewann Koen Bouwman aus einer hochkarätigen Fluchtgruppe heraus seine erste Grand-Tour-Etappe.

Auf der Bergetappe blieb der erwartete Kampf um das Rosa Trikot zwar aus, dafür generierte das Rennen um den Tagessieg einiges an Spannung. Nachdem sich die Radfahrer beim Giro auf der flachen 6. Etappe einen aktiven Ruhetag gönnten, wurde bei der 7. Etappe von Diamante nach Potenza von Kilometer null an voll gefahren. Auf den selektiven 196 Kilometern war kaum ein Meter flach, acht Steigungen und insgesamt über 4.500 Höhenmeter warteten auf die Fahrer.


Nach zig Attacken aus dem Hauptfeld, unter anderem probierte es auch Mathieu van der Poel mehrfach, dauerte es 80 Kilometer, bis die Fluchtgruppe des Tages feststand. Nachdem der Führende im Bergklassement Lennard Kämna mit einem technischen Defekt ins Peloton zurückgefallen war, blieben die Fahrer Walter Poels (Bahrain–Victorious), Diego Andres Camargo (EF-Easy Post), Davide Villella (Cofidis), Davide Formolo (UEA-Emirates), Tom Dumoulin und Koen Bouwman (Jumbo-Visma) an der Spitze übrig.

Das Profil der 7. Etappe: 4.510 hm gab es zu bewältigen (Foto: ©RCS Sport)

Die sechs Ausreißer harmonierten gut zusammen, ihren Vorsprung bauten sie schnell auf über fünf Minuten aus. Der Niederländer Bouwman sicherte sich alle Bergwertungen und katapultierte sich damit ins blaue Führungstrikot. In der Gruppe der Gesamtklassements-Favoriten blieb es ruhig, die Musik spielte sich vorne ab. Auf dem letzten Anstieg der 4. Kategorie musste zuerst der Kolumbianer Camargo und kurz darauf auch der Italiener Villella abreißen lassen.

Nach unzähligen Attacken und Konterattacken konnte sich auf den letzten 20 Kilometern keiner von seinen Kontrahenten entscheidend absetzen. Auf den letzten Kilometern zog der Giro d’Italia-Sieger von 2017 Tom Dumoulin seinem Landsmann und eigentlichen Helfer Bouwman den Sprint an. Dank einem unwiderstehlichen Antritt auf der leicht ansteigenden Zielgeraden sicherte sich der 28-Jährige seinen erst zweiten Profisieg, den ersten bei einer der drei Grand-Tours.

Die Gruppe um den Gesamtklassement-Führenden Juan Pedro Lopez kam angeführt von Lennard Kämna mit einem Rückstand von drei Minuten ins Ziel gespurtet, dabei gab keine Veränderungen in der Wertung.

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