E Rennrad

Dan Bigham knackte einen besonderen Rekord.

Besonderen Weltrekord geknackt

Ein Amateur-Fahrer hat den Stundenweltrekord unterboten und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt. Dan Bigham schaffte am Freitag im schweizerischen Grenchen 55,548 Kilometer in 60 Minuten.

Wie weit kann ein Mensch in einer Stunde radeln? Was für die Leichtathleten der Marathon-Weltrekord bedeutet, ist für die Radsportler der Stundenweltrekord. Der erste Weltrekord dotiert aus dem Jahr 1876 und lag damals bei 26,50 Kilometern. Legenden wie Moreno Moser, Fausto Coppi oder Eddy Mercx hielten den Rekord. Die Fabel-Zeiten der 90er-Jahre wurden wegen den mittlerweile verbotenen Fahrpositionen wie dem „Supermann“, wo die Arme fast ausgestreckt nach vorne gerichtet waren, aus den Ergebnislisten gestrichen. In den letzten Jahren hielten Größen des Sports wie Tour-Sieger Sir Bradley Wiggins, Jens Voigt, Zeitfahr-Weltmeister Rohan Dennis und zuletzt der Belgier Victor Campenaerts den Rekord.


Nun hat Campenaerts den Rekord ein „Amateur-Fahrer“ weggeschnappt: Der 32-jährige Brite Dan Bigham scheiterte noch im letzten Herbst an der Marke des Belgiers. Am Freitag fuhr er mit 55,548 Kilometern fast 500 Meter weiter als die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2019. Die letzten Rekorde wurden allesamt in der Höhe von Mexiko auf 1.900 Meter aufgestellt, weil dort die Luftdichte geringer ist und dadurch ein Körper schneller durch die Luft gleitet.

In der Studienzeit begann er mit dem Radsport
Bigham stellte den Rekord auf der Bahn in Grenchen, nur 405 Metern über dem Meer, auf. Seine Geschichte ist außergewöhnlich: Erst während seines Ingenieurstudiums fing der Engländer zuerst mit Triathlon und später mit dem Radsport an, machte Rennen im Amateurbereich und gründete auf der Bahn ein eigenes Team, welches es dank neuer aerodynamischer Ansätze und Ausrüstung als einziges Privatteam mit den großen Nationalmannschaften aufnahm – bis der Weltverband einen Riegel vorschob. Bigham ist Gründer eines Unternehmens, das Spezialteile für Zeitfahrräder herstellt, arbeitete zwischendurch als TV-Experte und als Aero-Berater für Primoz Roglic und Wout van Aert, nun ist er beim Team Ineos angestellt.

Dank gezielter Vorbereitung und vor allem hoch-technologischem Materials im geschätzten Wert von 30.000 Euro, schaffte der Aero-Guru den Weltrekord. Experten schätzten, dass er rund 150 Watt weniger treten musste, als noch Wiggins bei seinem Rekord im Jahr 2015 (ca. 440 Watt Durchschnitt).

Schlagwörter: radsport

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