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Tadej Pogacar und seine UAE-Teamkollegen wollen die erste Etappe für sich entscheiden. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

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Tadej Pogacar und seine UAE-Teamkollegen wollen die erste Etappe für sich entscheiden. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Das Wichtigste zum Mannschaftszeitfahren bei der Tour

Schnappt sich das Red-Bull-Team um Florian Lipowitz direkt zum Start der Tour de France das Gelbe Trikot? Beim Auftakt in Barcelona am Samstag (17.05 Uhr) steht ein Mannschaftszeitfahren über 19,6 Kilometer an – mit einer wichtigen Neuerung.

2019 gab es die Disziplin zuletzt bei der Tour auf der 2. Etappe in Brüssel. Dieses Mal wird die Zeit aber bei jedem Fahrer einzeln genommen. Das bedeutet, dass für die Zeitnahme nicht mehr eine Mindestanzahl von Fahrern eines Teams über die Ziellinie rollen muss. Das eröffnet einige taktische Möglichkeiten. „Mit den neuen Regeln wird es etwas einfacher, die Aufgaben aufzuteilen, sodass man die schwereren Fahrer loswerden kann, sobald man die Anstiege in Angriff nimmt“, sagte Remco Evenepoel, der bei Red Bull mit Lipowitz eine Doppelspitze bildet. Der Modus wurde schon bei Paris-Nizza und der Mallorca Challenge getestet.


Evenepoel ist der beste Zeitfahrer seiner Generation, mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger. Der Belgier gewann in den beiden Vorjahren je ein Einzelzeitfahren bei der Rundfahrt. Das Team hat weitere gute Zeitfahrer am Start und investiert viel. „Wir haben echt extrem viel Arbeit reingesteckt und es wird auf jeden Fall ein spezieller Start von der Tour“, sagte Lipowitz. „Ich glaube, am Ende kann man bei Mannschaftszeitfahren mehr verlieren, als man gewinnen kann.“ Spannend wird, wie lange die Teams in einer größeren Gruppe zusammenbleiben und wann sich die besten Zeitfahrer absetzen.

Wie ist der Kurs?

Vom Meer aus geht es über mehrere lange Geraden zur Sagrada Família. Im Anschluss wird es etwas technischer, ehe im Finale zwei Anstiege am Montjuïc, dem Hausberg Barcelonas, bewältigt werden müssen. Die sind anspruchsvoll aber recht kurz, also nicht nur für die Kletterspezialisten gut zu bewältigen.

Remco Evenepoel könnte den Tag spannend machen. © ANSA / YOAN VALAT

Remco Evenepoel könnte den Tag spannend machen. © ANSA / YOAN VALAT


Besonders die Anstiege am Ende dürften Tadej Pogacar und seinem UAE-Team Gelegenheit bieten, Zeit gutzumachen oder einen Abstand herauszufahren. Aber auch in der Fläche hat die Mannschaft des Tour-Favoriten unter anderem mit dem deutschen Zeitfahr-Meister Nils Politt starke Zugmaschinen. Daneben sind auch Visma mit Giro-Sieger Jonas Vingegaard und das deutsche Lidl-Team zu nennen.

Gibt es auch Kritik?

Red-Bull-Teamchef Ralph Denk ist kein großer Fan der neuen Regel. „Ich würde den traditionellen Modus bevorzugen, wo also quasi nach dem vierten Rennfahrer die Zeit gemessen wird“, sagte er. „Es heißt ja Teamzeitfahren und nicht individuelles Zeitfahren mit langem Lead-Out. Aber das ist, wie es ist, das muss man so hinnehmen.“ Den prestigeträchtigen Sieg und das erste Gelbe Trikot der dreiwöchigen Rundfahrt soll ein Fahrer seines Teams aber natürlich trotzdem möglichst holen.

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